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Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW)

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Definition des Begriffs

ZEW bezeichnet das ZEW, Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH Mannheim. Die englische Bezeichnung lautet Leibniz Centre for European Economic Research. Das ZEW ist ein unabhängiges, gemeinnütziges Wirtschaftsforschungsinstitut in der Rechtsform einer GmbH. Das Institut wurde 1990 in Baden-Württemberg auf Grundlage einer öffentlich-privaten Initiative in Kooperation mit der Universität Mannheim gegründet und nahm 1991 seine Arbeit auf. Seit 2005 gehört es zur Leibniz-Gemeinschaft. Seit dem 1. Januar 2019 führt es den heutigen Namen. Zweck ist wirtschaftspolitische Forschung und evidenzbasierte Politikberatung, insbesondere zu Märkten und Institutionen in Europa.

 

Vorkommen und Verwendung

ZEW Ergebnisse werden in Forschung, Finanzmarktanalyse, Unternehmensplanung und wirtschaftspolitischer Beratung verwendet. Besonders bekannt sind Konjunkturindikatoren und Finanzmarktbefragungen, darunter der ZEW-Indikator der wirtschaftlichen Einschätzung. Die Arbeiten betreffen unter anderem:

  1. Finanzmärkte, Altersvorsorge und Green Finance.
  2. Digitalisierung, Innovation und Unternehmensdynamik.
  3. Steuern, öffentliche Finanzen und europäische Integration.
  4. Arbeitsmärkte, Gesundheit, Ungleichheit, Klima und Energie.

Die Forschungseinheiten erstellen Studien, wissenschaftliche Publikationen, Projekte und Datenangebote. Auftraggeber können Ministerien, EU-Institutionen, Forschungseinrichtungen, Stiftungen, Unternehmen oder Verbände sein.

 

Relevanz

Für den Finanzmarkt ist ZEW vor allem relevant, weil das Institut Erwartungen, Stimmungsindikatoren und ökonomische Analysen bereitstellt. Solche Informationen unterstützen die Einordnung von Konjunktur, Zinsumfeld, Investitionsbedingungen und Standortfragen. Für Banken, Versicherer, Asset Manager und öffentliche Stellen können ZEW Daten ergänzende Orientierung bieten, wenn makroökonomische Entwicklungen, regulatorische Folgen oder Nachhaltigkeitsthemen bewertet werden. Die Ergebnisse haben keinen normsetzenden Charakter, können aber Debatten, Gutachten und wirtschaftspolitische Entscheidungen fachlich unterlegen.

 

Beispiel / Synonyme oder verwandte Begriffe

  • ZEW Finanzmarkttest, regelmäßige Befragung von Finanzmarktexpertinnen und Finanzmarktexperten zu Erwartungen.
  • ZEW Konjunkturerwartungen, Indikator zur Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung.
  • Leibniz-Gemeinschaft, Zusammenschluss außeruniversitärer Forschungsinstitute.
  • Economic Sentiment, allgemeiner Begriff für Stimmungsindikatoren.

 

Weitere Informationen

Das Institut ist institutionell durch Bund und Land mitfinanziert und ergänzt seine Mittel durch Drittmittelprojekte. Seine Arbeit ist in Forschungseinheiten organisiert, die praxisnahe wirtschaftliche Fragestellungen mit empirischen Methoden untersuchen. Für regulatorische Zusammenhänge ist ZEW vor allem als Quelle wissenschaftlicher Analysen einzuordnen, nicht als Aufsichtsbehörde, Rechtssetzer oder verbindliche Standardsetzerin. Durch die Verbindung von Forschung, Dateninfrastruktur und Beratung entstehen Beiträge zu Finanzstabilität, Wettbewerbsordnung, Steuerpolitik und nachhaltigen Finanzmärkten. Die Veröffentlichungen richten sich an Wissenschaft, Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Medien, ohne selbst verbindliche Vorgaben für Marktteilnehmer festzulegen.

 

 

Weiterführende Details, regulatorische Vorgaben und Methodikbeschreibungen finden Sie auf Regupedia: www.regupedia.de

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