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Verband geschlossener Fonds e.V. (VGF)

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Definition des Begriffs

VGF bezeichnet den Verband geschlossener Fonds e.V., in der Außendarstellung auch Verband Geschlossene Fonds e.V. Der VGF war ein deutscher Branchenverband mit Sitz in Berlin. Er vertrat Anbieter geschlossener Fonds, also Beteiligungsmodelle, bei denen Kapital für ein bestimmtes Investitionsobjekt oder Portfolio eingesammelt und der Anlegerkreis nach Platzierung geschlossen wird. Der Verband bündelte Marktinformationen, begleitete Regulierungsvorhaben und entwickelte fachliche Standards für seine Mitglieder. Am 26. Juni 2013 beschloss die Mitgliederversammlung die Umbenennung in Bundesverband Sachwerte und Investmentvermögen e.V. Die Neuausrichtung stand im Zusammenhang mit dem Kapitalanlagegesetzbuch, das am 22. Juli 2013 in Kraft trat. Zum 1. Januar 2018 ging der Nachfolgeverband vollständig im Zentralen Immobilien Ausschuss auf.

 

Vorkommen und Verwendung

Der Begriff VGF erscheint vor allem in älteren Marktanalysen, Stellungnahmen, Leistungsbilanzen, Fondsprospekten und Veröffentlichungen zur Regulierung geschlossener Fonds. Die Verbandstätigkeit bezog sich auf Mitgliedsunternehmen aus der Sachwertanlage, insbesondere auf Initiatoren und Anbieter geschlossener Fonds. Erfasst wurden unter anderem Fonds mit Immobilien, Schiffen, Private Equity, erneuerbaren Energien oder anderen realwirtschaftlichen Investitionsgegenständen.

Zu den typischen Tätigkeitsfeldern gehörten:

  1. Interessenvertretung gegenüber Politik, Gesetzgeber, Aufsicht und Öffentlichkeit.
  2. Erarbeitung von Branchenstandards, Mustern und Empfehlungen.
  3. Veröffentlichung von Marktdaten und Branchenzahlen.
  4. Information von Medien, Anlegern und Fachöffentlichkeit über geschlossene Fonds.

 

Relevanz

Der VGF war für die deutsche Branche geschlossener Fonds von Bedeutung, weil ein erheblicher Teil des damaligen Marktes über seine Mitglieder organisiert war. Vor Einführung des KAGB bildeten geschlossene Fonds häufig Vermögensanlagen außerhalb des heutigen Investmentaufsichtsrechts. Die spätere Regulierung alternativer Investmentfonds veränderte die Produktstruktur, die Pflichten der Anbieter und die Einbindung von Verwahrstellen. Der Verband begleitete diese Übergangsphase durch Stellungnahmen und Standardisierungsarbeit.

 

Beispiel / Synonyme oder verwandte Begriffe

Verwandte Begriffe sind:

  • Geschlossener Fonds, Beteiligungsmodell mit begrenztem Anlegerkreis und meist langfristiger Kapitalbindung.
  • Alternativer Investmentfonds, Investmentvehikel außerhalb klassischer OGAW-Fonds.
  • Sachwertinvestment, Anlage in reale Vermögenswerte wie Immobilien, Infrastruktur oder Energieanlagen.
  • BSI, Nachfolgebezeichnung nach der Umbenennung des VGF.
  • ZIA, Verband, in den der BSI 2018 integriert wurde.

 

Weitere Informationen

Regulatorisch ist der VGF vor allem im Umfeld der AIFM-Richtlinie und des Kapitalanlagegesetzbuchs einzuordnen. Relevante Bezugspunkte sind die Regulierung alternativer Investmentfonds, Anforderungen an Kapitalverwaltungsgesellschaften, Verwahrstellenfunktionen, Produktdokumentation, Anlegerinformation und die Marktaufsicht durch die BaFin. Der VGF besteht seit 2018 nicht mehr als eigenständige Organisation.

 

 

Weiterführende Details, regulatorische Vorgaben und Methodikbeschreibungen finden Sie auf Regupedia: www.regupedia.de

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