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Securities Markets Programme (SMP)

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Definition des Begriffs

Das Securities Markets Programme (SMP) war ein Ankaufprogramm der Europäischen Zentralbank (EZB) für öffentliche und private Schuldtitel im Sekundärmarkt. Es wurde vom EZB-Rat am 10. Mai 2010 beschlossen und am 6. September 2012 mit der Einführung der Outright Monetary Transactions (OMT) beendet. Ziel des SMP war es, die Funktionsfähigkeit bestimmter dysfunktionaler Marktsegmente wiederherzustellen und den geldpolitischen Transmissionsmechanismus im Euroraum zu stabilisieren. Das Programm war eine befristete Reaktion auf akute Spannungen in den Staatsanleihemärkten im Zuge der europäischen Staatsschuldenkrise.

 

Einordnung der Relevanz

Das SMP stellte das erste direkte Interventionsprogramm der EZB auf den Staatsanleihemärkten dar. Zwischen Mai 2010 und September 2012 erwarb das Eurosystem Schuldtitel im Nominalwert von rund 218 Milliarden Euro. Die Ankäufe konzentrierten sich auf Staatsanleihen von fünf Euroländern, Griechenland, Irland, Portugal, Italien und Spanien, die besonders stark von der Schuldenkrise betroffen waren. Das Programm war explizit nicht als monetäre Stimulierung konzipiert. Die bereitgestellte Liquidität wurde wöchentlich durch Feinsteuerungsoperationen in Form von befristeten Einlagen vollständig sterilisiert, sodass die geldpolitische Ausrichtung unverändert blieb und keine direkten Auswirkungen auf die Geldmenge M3 entstanden.

 

Verfahren und Besonderheiten

  • Rechtsgrundlage: Artikel 18.1 der ESZB-Satzung, Offenmarktgeschäfte zur Erreichung der Ziele des Eurosystems
  • Durchführung: Ankauf von Staatsanleihen und privaten Schuldtiteln durch nationale Zentralbanken des Eurosystems im Sekundärmarkt
  • Sterilisierung: Wöchentliche Absorption der bereitgestellten Liquidität durch befristete Einlagen, Sterilisierung abgeschlossen am 10. Juni 2014
  • Umfang: Kein vorab definiertes Ankaufvolumen, sondern bedarfsorientierte Intervention
  • Beendigung: Ablösung durch OMT-Programm am 6. September 2012, Portfolio wird bis zur Endfälligkeit gehalten
  • Transparenz: Veröffentlichung aggregierter Ankaufdaten, keine Einzelheiten zu Emittenten oder Timing

 

Betroffene Länder

Die SMP-Interventionen richteten sich gezielt an die Staatsanleihemärkte von Griechenland, Irland, Portugal, Italien und Spanien, auch als GIIPS-Länder bezeichnet. Diese Mitgliedstaaten litten unter erheblichen Risikoaufschlägen, Liquiditätsengpässen und gestörten Preisbildungsmechanismen, was die Transmission der EZB-Geldpolitik beeinträchtigte.

 

 

Weiterführende Details, regulatorische Vorgaben und Methodikbeschreibungen finden Sie auf Regupedia: www.regupedia.de

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