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Securitisation Standardised Approach (SEC-SA)

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Definition des Begriffs

SEC-SA bezeichnet den Securitisation Standardised Approach, auf Deutsch Standardansatz für Verbriefungspositionen. Er ist ein aufsichtsrechtliches Berechnungsverfahren für risikogewichtete Positionswerte aus Verbriefungen. In der Europäischen Union ist er in der Kapitaladäquanzverordnung, insbesondere in den Artikeln 261 und 262 CRR, verankert. Der Ansatz dient der Ermittlung von Eigenmittelanforderungen, wenn der interne ratingbasierte Verbriefungsansatz nicht angewendet werden kann oder nicht zulässig ist. Er knüpft an die Kreditrisikostandardansätze für die verbrieften Forderungen an. Die Methode ist formelbasiert und ersetzt keine Kreditwürdigkeitsprüfung, sondern überführt strukturierte Risiken in aufsichtsrechtliche Kapitalwerte.

 

Vorkommen und Verwendung

SEC-SA wird von Banken und Wertpapierinstituten verwendet, die Verbriefungspositionen im Bankbuch oder Handelsbuch halten und dafür regulatorisches Kapital berechnen müssen. Das Verfahren kommt nach der Hierarchie der Verbriefungsansätze regelmäßig nach SEC-IRBA und SEC-ERBA zur Anwendung. Die Berechnung erfolgt positionsbezogen und berücksichtigt wesentliche Merkmale der Tranche sowie des zugrunde liegenden Forderungspools. Zentrale Prüffelder sind:

  1. Kapitalanforderung des Forderungspools, meist als KSA bezeichnet.
  2. Verhältnis der Tranche zum Verlustabsorptionsbereich, insbesondere Attachment Point und Detachment Point.
  3. Laufzeit der Position und aufsichtsrechtlicher Parameter p.
  4. Mindest-Risikogewichte und besondere Regeln für vorrangige oder STS-Verbriefungen.

 

Relevanz

SEC-SA beeinflusst unmittelbar die Höhe der risikogewichteten Aktiva und damit die harte Kernkapitalquote sowie weitere Kapitalquoten eines Instituts. Höhere Risikogewichte erhöhen den Kapitalbedarf, niedrigere Risikogewichte können Kapitalspielräume schaffen. Für Investoren, Originatoren und Sponsoren ist der Ansatz relevant, weil er die wirtschaftliche Tragfähigkeit von Verbriefungstransaktionen mitbestimmt. Er steht in engem Zusammenhang mit Due-Diligence-Pflichten, Transparenzanforderungen und dem europäischen STS-Rahmen für einfache, transparente und standardisierte Verbriefungen. Dadurch verbindet er Transaktionsdaten mit Kapitalplanung, Risikosteuerung und aufsichtsrechtlichem Reporting.

 

Beispiel/Synonyme oder verwandte Begriffe

Verwandte Begriffe sind:

  • SEC-IRBA, interner ratingbasierter Ansatz für Verbriefungen bei ausreichenden internen Modellgrundlagen.
  • SEC-ERBA, externer ratingbasierter Ansatz auf Basis zulässiger Bonitätsbeurteilungen.
  • STS-Verbriefung, Verbriefung mit besonderen Anforderungen an Einfachheit, Transparenz und Standardisierung.
  • KSA, Kapitalanforderung für die zugrunde liegenden Forderungen nach dem Standardansatz für Kreditrisiko.

 

Weitere Informationen

Die Anwendung von SEC-SA setzt eine belastbare Datenbasis zum Forderungspool, zur Tranchierung und zur vertraglichen Zahlungsstruktur voraus. Maßgeblich sind die CRR-Regeln zu Verbriefungspositionen, die ergänzenden technischen Standards sowie aufsichtliche Auslegungen im europäischen Bankenaufsichtsrahmen. Institute dokumentieren die Berechnung nachvollziehbar und berücksichtigen Änderungen durch CRR III und den überarbeiteten Basel-III-Rahmen.

 

 

Weiterführende Details, regulatorische Vorgaben und Methodikbeschreibungen finden Sie auf Regupedia: www.regupedia.de

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