Feedback

Securitisation External Ratings-Based Approach (SEC-ERBA)

zur Glossar-Übersicht

 

Definition des Begriffs

SEC-ERBA bezeichnet den Securitisation External Ratings-Based Approach, auf Deutsch etwa externratingbasierter Ansatz für Verbriefungspositionen. Das Verfahren dient der Berechnung risikogewichteter Positionsbeträge für Verbriefungen, wenn eine zulässige externe Bonitätsbeurteilung oder ein abgeleitetes Rating vorliegt. Es ist im europäischen Bankenaufsichtsrecht in der Capital Requirements Regulation, insbesondere in den Artikeln 263 und 264 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013, verankert. SEC-ERBA gehört zum regulatorischen Verbriefungsrahmen und ordnet Verbriefungspositionen Risikogewichte zu, die von Ratingstufe, Laufzeit, Rang und Art der Verbriefung abhängen.

 

Vorkommen und Verwendung

Das Verfahren wird von Kreditinstituten und bestimmten Wertpapierfirmen verwendet, die Eigenmittelanforderungen für gehaltene Verbriefungspositionen ermitteln. Es kommt nur zum Einsatz, wenn die Voraussetzungen für externe Ratings erfüllt sind und die Methodenhierarchie des Verbriefungsrahmens den Ansatz zulässt. Die Anwendung erfordert eine dokumentierte Zuordnung der Position zur jeweiligen Verbriefungstranche und eine nachvollziehbare Übernahme der relevanten Ratinginformationen in die Eigenmittelberechnung. Bei mehreren Ratings gelten besondere Auswahlregeln. Typische Prüffelder sind:

  • Verfügbarkeit eines anerkannten externen Ratings oder eines inferred rating.
  • Bestimmung der maßgeblichen Ratingstufe und der effektiven Laufzeit.
  • Einordnung als vorrangige oder nachrangige Verbriefungsposition.
  • Prüfung, ob eine einfache, transparente und standardisierte Verbriefung vorliegt.

 

Relevanz

SEC-ERBA beeinflusst unmittelbar die Höhe der risikogewichteten Aktiva und damit die Eigenmittelunterlegung einer Verbriefungsposition. Höhere Risikogewichte erhöhen den Kapitalbedarf, niedrigere Risikogewichte können die Kapitalbindung reduzieren. Der Ansatz verbindet externe Kreditrisikoeinschätzungen mit aufsichtsrechtlich festgelegten Tabellen und Mindestwerten. Dadurch soll eine konsistente Behandlung gerateter Verbriefungen erreicht werden. SEC-ERBA steht neben dem SEC-IRBA, der auf internen Ratings basiert, und dem SEC-SA, der einen standardisierten Ansatz nutzt. Für interne Steuerung ist der Ansatz relevant, weil die Kapitalwirkung in Preisgestaltung, Limitierung und Investitionsentscheidungen eingehen kann. Er ersetzt keine eigene Kreditprüfung.

 

Beispiel / Synonyme oder verwandte Begriffe

  • Securitisation External Ratings-Based Approach: vollständige englische Bezeichnung.
  • Externratingbasierter Verbriefungsansatz: deutsche Umschreibung.
  • SEC-IRBA: interner ratingsbasierter Ansatz für Verbriefungen.
  • SEC-SA: standardisierter Verbriefungsansatz.
  • STS-Verbriefung: einfache, transparente und standardisierte Verbriefung mit besonderen regulatorischen Kriterien.

 

Weitere Informationen

Zentrale Rechtsgrundlagen sind Artikel 263 CRR für die Berechnung unter SEC-ERBA und Artikel 264 CRR für STS-Verbriefungen. Der Ansatz ist mit den Vorgaben zur Anerkennung externer Ratingagenturen, zur Verbriefungsverordnung (EU) 2017/2402 und zu Offenlegungspflichten verknüpft. Zuständige Aufsichtsbehörden prüfen die korrekte Anwendung im Rahmen der laufenden Bankenaufsicht und der Eigenmittelmeldungen.

 

 

Weiterführende Details, regulatorische Vorgaben und Methodikbeschreibungen finden Sie auf Regupedia: www.regupedia.de

Passwort zurücksetzen

Bitte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse an. Wir senden Ihnen eine E-Mail zum Zurücksetzen Ihres Passwortes.


Abbrechen