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Return on Equity (RoE)

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Definition des Begriffs

RoE bezeichnet Return on Equity, auf Deutsch Eigenkapitalrendite. Die Kennzahl setzt den Periodengewinn eines Unternehmens ins Verhältnis zum eingesetzten Eigenkapital. Sie zeigt, wie stark das Eigenkapital innerhalb eines Geschäftsjahres oder einer anderen Berichtsperiode verzinst wird. RoE ist keine eigenständige aufsichtsrechtliche Kennzahl, sondern ein Verfahren der Finanzanalyse, Unternehmenssteuerung und Performancemessung. Im Finanzmarkt wird sie vor allem bei Banken, Versicherern, börsennotierten Unternehmen und Investmentanalysen verwendet. Der Bezug zu übergeordneten Rahmenwerken entsteht über Rechnungslegung, Kapitalplanung, Geschäftsmodellanalyse und interne Rentabilitätssteuerung.

 

Vorkommen und Verwendung

RoE wird von Unternehmen, Analysten, Investoren, Aufsichtsbehörden und Ratingagenturen genutzt. Die Kennzahl erscheint in Geschäftsberichten, Kapitalmarktpräsentationen, Peer-Group-Vergleichen und internen Steuerungsberichten. Die Berechnung lautet häufig:

RoE = Jahresüberschuss geteilt durch durchschnittliches Eigenkapital.

Zentrale Anwendungsbereiche sind:

  • Vergleich der Rentabilität zwischen Unternehmen oder Geschäftsbereichen.
  • Beurteilung der Kapitalnutzung im Verhältnis zur Ertragskraft.
  • Analyse von Geschäftsmodellen mit hoher oder niedriger Eigenkapitalbindung.
  • Unterstützung von Zielrenditen, Kapitalallokation und Managementkennzahlen.

 

Relevanz

RoE ist für Finanzinstitute bedeutsam, weil Eigenkapital eine knappe und regulatorisch relevante Ressource ist. Eine höhere Eigenkapitalrendite kann auf effiziente Kapitalnutzung hinweisen, sie kann aber auch durch hohe Verschuldung, geringe Kapitalausstattung oder einmalige Ergebnisbeiträge beeinflusst sein. Bei Banken steht RoE daher regelmäßig im Zusammenhang mit Eigenmittelanforderungen, Risikoprofil, Kostenquote, Risikovorsorge und Geschäftsstrategie. Für Investoren erleichtert die Kennzahl den Vergleich von Ertragskraft und Kapitaleinsatz. Ihre Aussagekraft ist jedoch begrenzt, wenn Bilanzierungsregeln, Sondererträge, Abschreibungen oder unterschiedliche Kapitalstrukturen nicht berücksichtigt werden.

 

Beispiel/Synonyme oder verwandte Begriffe

  • Eigenkapitalrendite, deutsche Bezeichnung für RoE.
  • Return on Tangible Equity, Rendite auf materielles Eigenkapital ohne bestimmte immaterielle Vermögenswerte.
  • Return on Assets, Gesamtkapitalrendite bezogen auf die Bilanzsumme.
  • Cost of Equity, Eigenkapitalkosten als Vergleichsgröße für Renditeanforderungen.
  • Leverage, Verschuldungsgrad mit Einfluss auf die Eigenkapitalrendite.

 

Weitere Informationen

RoE wird meist aus Abschlussdaten nach nationaler oder internationaler Rechnungslegung abgeleitet. Für belastbare Analysen werden Durchschnittswerte des Eigenkapitals, bereinigte Gewinne und mehrjährige Zeitreihen verwendet. Verknüpfte Themen sind IFRS, HGB, Kapitalstruktur, Dividendenpolitik, Risikokosten, CET1-Kapital, ICAAP, SREP und Geschäftsmodellprüfung. In der Banksteuerung wird RoE häufig mit risikoadjustierten Kennzahlen wie RAROC kombiniert, damit Rentabilität nicht isoliert von Risiko und Kapitalbedarf betrachtet wird.

 

 

Weiterführende Details, regulatorische Vorgaben und Methodikbeschreibungen finden Sie auf Regupedia: www.regupedia.de

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