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Real Estate Investment Trust (REIT)

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Definition des Begriffs

Ein Real Estate Investment Trust (REIT, deutsch: Immobilien-Investmentgesellschaft) ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft, die Eigentum an Immobilien erwirbt, verwaltet und veräußert. REITs stellen eine besondere Rechtsform dar, die Anlegern den indirekten Zugang zum Immobilienmarkt ermöglicht und dabei von erheblichen steuerlichen Vorteilen profitiert. In Deutschland wurde das REIT-Gesetz (REITG) am 28. Mai 2007 verabschiedet und trat zum 1. Januar 2007 in Kraft. Deutsche REITs werden als G-REIT (German REIT) bezeichnet und müssen zwingend die Rechtsform einer Aktiengesellschaft annehmen.

 

Merkmale und Anforderungen

REITs unterscheiden sich von klassischen Immobilienaktiengesellschaften und Immobilienfonds durch besondere regulatorische Vorgaben:

  • Steuerbefreiung: Vollständige Befreiung von Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer auf Unternehmensebene gemäß § 16 REITG, wodurch eine steuerliche Transparenz ähnlich der bei offenen Immobilienfonds erreicht wird
  • Mindestausschüttung: Verpflichtung zur jährlichen Ausschüttung von mindestens 90 Prozent des handelsrechtlichen Gewinns an die Aktionäre (§ 13 REITG)
  • Börsennotierung: Verpflichtende Notierung an einer regulierten Börse innerhalb der EU
  • Mindeststreubesitz: Dauerhaft mindestens 15 Prozent der Aktien im Streubesitz, wobei einzelne Aktionäre maximal 10 Prozent halten dürfen (§ 11 REITG)
  • Anlageschwerpunkt Immobilien: Mindestens 75 Prozent der Erträge und des Vermögens müssen aus Immobilien stammen (§ 12 REITG)
  • Eigenkapitalquote: Mindesteigenkapital von 45 Prozent des Gesellschaftsvermögens (§ 15 REITG)
  • Geschäftstätigkeit: Schwerpunkt auf passiver Immobilienbewirtschaftung, aktiver Handel ist beschränkt (§ 14 REITG)
  • Ausschluss von Bestandswohnimmobilien: In Deutschland dürfen G-REITs keine Bestandsmietwohnungen erwerben, nur Neubauten ab 2007

 

Arten von REITs

  • Equity-REITs: Investieren direkt in Immobilien und erzielen Erträge aus Vermietung und Veräußerung
  • Mortgage-REITs: Investieren in Hypothekendarlehen und immobilienbesicherte Wertpapiere
  • Hybrid-REITs: Kombination aus beiden Anlageformen

 

Relevanz und internationale Verbreitung

REITs wurden erstmals 1960 in den USA eingeführt und existieren heute in über 20 Ländern, darunter Frankreich (SIIC, seit 2003), Großbritannien (seit 2007), Japan (J-REIT, seit 2001) und Singapur (S-REIT, seit 2002). Der deutsche REIT-Markt blieb hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück. Aktuell sind nur wenige G-REITs börsennotiert, darunter alstria office REIT-AG, Hamborner REIT-AG und Deutsche Konsum REIT-AG.

 

 

Weiterführende Details, regulatorische Vorgaben und Methodikbeschreibungen finden Sie auf Regupedia: www.regupedia.de

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