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Organisation for Economic Co-operation and Development (OECD)

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Definition des Begriffs

Die Organisation for Economic Co-operation and Development (OECD; deutsch: Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) ist eine internationale Organisation mit 38 Mitgliedstaaten, die sich der Förderung von Wirtschaftswachstum, Wohlstand und nachhaltigem Welthandel widmet. Die OECD wurde am 30. September 1961 als Nachfolgeorganisation der Organisation for European Economic Co-operation (OEEC) gegründet und hat ihren Sitz im Château de la Muette in Paris. Die Mitgliedstaaten bekennen sich zu Demokratie und Marktwirtschaft. Die Organisation dient als Forum für den Austausch von politischen Erfahrungen, die Identifizierung bewährter Praktiken sowie die Koordinierung nationaler und internationaler Politikmaßnahmen. Mit einem jährlichen Budget von über 900 Millionen Euro ist die OECD zudem offizieller Beobachter bei den Vereinten Nationen.

 

Aufgaben

Die Kernaufgaben der OECD umfassen die Förderung von nachhaltigem Wirtschaftswachstum und hoher Beschäftigung in den Mitgliedstaaten, die Unterstützung stabiler Finanzsysteme sowie die Förderung des freien Welthandels. Wesentliche Tätigkeitsbereiche sind:

  • Erhebung, Analyse und Veröffentlichung von Wirtschafts-, Sozial- und Umweltdaten
  • Entwicklung internationaler Standards und Leitlinien, etwa zu Steuertransparenz, Unternehmensführung und Umweltschutz
  • Durchführung multilateraler Überwachung durch regelmäßige Länderprüfungen
  • Unterstützung von Politikentwicklung in Bereichen wie Bildung, Gesundheit, Digitalisierung und Klimaschutz
  • Koordinierung internationaler Zusammenarbeit bei Entwicklungshilfe und globalen Herausforderungen

 

Zuständigkeiten im Finanzsektor

Die OECD spielt eine zentrale Rolle bei der Gestaltung internationaler Finanzmarktregulierung und Steuerpolitik:

  • Entwicklung des Common Reporting Standard (CRS) für den automatischen Informationsaustausch über Finanzkonten zur Bekämpfung von Steuerhinterziehung
  • Regelsetzung im Bereich internationaler Besteuerung multinationaler Unternehmen, einschließlich Transfer-Pricing-Guidelines und BEPS-Initiative (Base Erosion and Profit Shifting)
  • Umsetzung der globalen Mindeststeuer von 15 Prozent für multinationale Konzerne
  • Gründung der Financial Action Task Force (FATF) zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung
  • Veröffentlichung von Empfehlungen zur Finanzregulierung, zum Verbraucherschutz im Finanzsektor und zur Corporate Governance

 

Relevanz

Die OECD ist eine der einflussreichsten internationalen Organisationen im wirtschafts- und finanzpolitischen Bereich. Ihre Mitgliedstaaten repräsentieren etwa 58 Prozent des globalen nominalen Bruttoinlandsprodukts. Die Organisation setzt de facto Standards für internationale Steuerpolitik, Finanzregulierung und Wirtschaftspolitik, die weit über den Kreis der Mitgliedstaaten hinaus Wirkung entfalten. Ihre Publikationen, Länderberichte und Statistiken sind weltweit anerkannte Referenzquellen für Regierungen, Zentralbanken, Finanzinstitute und Wissenschaft.

 

Besonderheiten

  • Forum für 38 entwickelte Volkswirtschaften, ergänzt durch Partnerschaften mit Schwellenländern wie Brasilien, China, Indien, Indonesien und Südafrika
  • Entscheidungen erfolgen im Konsensprinzip, wobei alle Mitgliedstaaten gleichberechtigt sind
  • Unabhängige Forschungs- und Analysetätigkeit durch ein Sekretariat mit rund 2.500 Mitarbeitenden
  • Über 200 Fachausschüsse und Arbeitsgruppen zu spezifischen Politikbereichen
  • Herausgeber von jährlich über 600 Publikationen und 400 Arbeitspapieren

 

Weiterführende Details, regulatorische Vorgaben und Methodikbeschreibungen finden Sie auf Regupedia: www.regupedia.de

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