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Non-deliverable forward (NDF)

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Definition des Begriffs

NDF steht für Non-deliverable forward, auf Deutsch nicht lieferbares Devisentermingeschäft. Der Begriff bezeichnet ein außerbörsliches Fremdwährungsderivat, bei dem zwei Parteien einen Wechselkurs, einen Nominalbetrag, ein Fixingdatum und ein Fälligkeitsdatum vereinbaren, ohne die zugrunde liegenden Währungen physisch auszutauschen. Am Fälligkeitstag wird nur die Differenz zwischen vereinbartem Terminkurs und festgestelltem Referenzkurs bar ausgeglichen. Die Zahlung erfolgt regelmäßig in einer frei konvertierbaren Währung, häufig US-Dollar. NDFs werden vor allem genutzt, wenn eine Währung Kapitalverkehrsbeschränkungen, eingeschränkter Konvertibilität oder lokalen Marktbarrieren unterliegt. Regulatorisch sind NDFs als Devisenderivate relevant und berühren Markt-, Gegenparteien-, Abwicklungs- und Dokumentationsrisiken.

 

Vorkommen und Verwendung

NDFs kommen im internationalen Devisenhandel, im Treasury von Unternehmen, bei Banken, Asset Managern und institutionellen Investoren vor. Sie dienen zur Absicherung oder Steuerung von Währungsrisiken in Märkten, in denen eine physische Lieferung der lokalen Währung nicht praktikabel oder nicht zulässig ist.

Kernbereiche sind:

  1. Vertragsabschluss, einschließlich Nominalbetrag, NDF-Kurs, Referenzwährung und Laufzeit.
  2. Fixing, also Feststellung des maßgeblichen Referenzkurses an einem vereinbarten Datum.
  3. Barausgleich, bei dem nur ein Nettozahlungsbetrag zwischen den Parteien fließt.
  4. Bewertung, Limitierung und Besicherung offener Markt- und Gegenparteirisiken.
  5. Bestätigung, Dokumentation und Meldeprozesse für außerbörsliche Derivate.

 

Relevanz

NDFs ermöglichen die Absicherung von Währungsrisiken, ohne auf lokale Zahlungs- oder Lieferinfrastrukturen angewiesen zu sein. Gleichzeitig können sie Liquiditäts-, Bewertungs- und Basisrisiken erzeugen, weil der Referenzkurs vom tatsächlich wirtschaftlich relevanten Kurs abweichen kann. Für Institute sind NDFs relevant für Marktpreisrisikomodelle, Kreditrisikominderung, Collateral Management und Derivatemeldungen. In Stressphasen können eingeschränkte Marktliquidität, volatile Fixings und Veränderungen lokaler Kapitalverkehrsregeln zu erhöhten Risiken führen.

 

Beispiel / Synonyme oder verwandte Begriffe

Verwandte Begriffe sind:

  • Non-deliverable FX forward, Langform für ein nicht lieferbares Devisentermingeschäft.
  • Deliverable forward, Termingeschäft mit physischer Währungslieferung.
  • NDS, Non-deliverable swap mit mehreren Zahlungs- oder Fixingkomponenten.
  • Fixing Rate, Referenzkurs zur Berechnung des Barausgleichs.
  • Cash Settlement, Nettoausgleich ohne Austausch des Nominalbetrags.

 

Weitere Informationen

Relevante Regelwerke betreffen OTC-Derivate, Derivatemeldungen, Risikominderungstechniken, Eigenmittelunterlegung, Marktmissbrauchsprävention und interne Produktfreigaben. Vertraglich werden NDFs häufig über standardisierte Rahmenverträge dokumentiert. Wesentliche Kontrollen betreffen Referenzdatenqualität, unabhängige Bewertung, Gegenparteienlimits, Sicherheitenprozesse, Rechtsprüfung und Notfallverfahren bei Marktstörungen umfassend.

 

 

Weiterführende Details, regulatorische Vorgaben und Methodikbeschreibungen finden Sie auf Regupedia: www.regupedia.de

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