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Non-Bank Non-Insurer Global Systemically Important Financial Institutions (NBNI G-SIFI)

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Definition des Begriffs

Non-Bank Non-Insurer Global Systemically Important Financial Institutions, kurz NBNI G-SIFI, bezeichneten im internationalen Finanzstabilitätsrahmen global systemrelevante Finanzinstitute, die weder Banken noch Versicherer sind. Der Begriff erfasste potenziell große und vernetzte Finanzmarktakteure wie Wertpapierfirmen, Finanzierungsgesellschaften, zentrale Marktintermediäre oder bestimmte Investmentfonds. Ziel des Konzepts war die Identifikation von Unternehmen, deren Ausfall über Ansteckung, Marktverwerfungen oder Funktionsverluste erhebliche Störungen des globalen Finanzsystems auslösen könnte. Die Arbeiten standen im Zusammenhang mit dem Rahmen für Global Systemically Important Financial Institutions und wurden vor allem von Finanzstabilitätsgremien und Wertpapieraufsichtsbehörden entwickelt.

 

Vorkommen und Verwendung

NBNI G-SIFI wurde in Konsultationen und Methodikentwürfen zur makroprudenziellen Überwachung verwendet. Eine verbindliche, weltweit etablierte jährliche Liste für diese Institutsgruppe entstand nicht. Die Analyse richtete sich auf einzelne Rechtsträger und auf Aktivitäten, die systemische Risiken verstärken können. Typische Prüffelder waren:

  1. Größe, gemessen an Bilanzsumme, verwalteten Vermögen oder Marktposition.
  2. Vernetzung, etwa durch Derivate, Wertpapierfinanzierung oder Zahlungsströme.
  3. Ersetzbarkeit, wenn Marktteilnehmer schwer kurzfristig austauschbar sind.
  4. Komplexität, insbesondere bei grenzüberschreitenden Strukturen und schwer bewertbaren Instrumenten.
  5. Globale Tätigkeit, also Bedeutung in mehreren Jurisdiktionen.

 

Relevanz

Das Konzept verdeutlicht, dass Systemrisiken nicht nur von Banken und Versicherern ausgehen. Bedeutend sind auch Schattenbankaktivitäten, Liquiditätsinkongruenzen, Leverage und Konzentrationen in Kapitalmärkten. Für betroffene Institute konnte eine Einstufung strengere Aufsicht, zusätzliche Risikosteuerung, Sanierungsplanung oder erhöhte Transparenzanforderungen nach sich ziehen. In der Praxis verschob sich der Schwerpunkt zunehmend von einer reinen Benennung einzelner NBNI G-SIFI zu einem aktivitätsbasierten Ansatz. Dieser betrachtet Risiken in Märkten und Geschäftsmodellen, etwa offene Investmentfonds, Geldmarktfonds, Wertpapierleihe oder Repo-Geschäfte. Dadurch werden Rückkopplungen zwischen Marktliquidität und Finanzierungskosten erkennbar.

 

Beispiel / Synonyme oder verwandte Begriffe

  • NBNI, Non-Bank Non-Insurer, Finanzakteure außerhalb von Bank und Versicherung.
  • G-SIFI, Global Systemically Important Financial Institution, global systemrelevantes Finanzinstitut.
  • Schattenbankwesen, kreditnahe Finanzintermediation außerhalb klassischer Banken.
  • Makroprudenzielle Aufsicht, Überwachung systemweiter Finanzstabilitätsrisiken.

 

Weitere Informationen

Relevante Grundlagen liegen im internationalen Finanzstabilitätsrahmen nach der Finanzkrise 2007–2009. Für Banken bestehen eigene G-SIB Vorgaben, für Versicherer bestanden getrennte G-SII Arbeiten. Bei NBNI-Akteuren standen Methodikfragen, Datenverfügbarkeit und die Abgrenzung von Rechtsträgern im Mittelpunkt. Heute sind besonders sektorübergreifende Risiken, Liquiditätsmanagement, Leverage Messung, Stresstests und Abwicklungsfähigkeit relevant. Die Beurteilung verlangt belastbare Daten zu Konzentrationen, Gegenparteien, Laufzeiten, Sicherheiten und grenzüberschreitenden Wirkungskanälen.

 

 

Weiterführende Details, regulatorische Vorgaben und Methodikbeschreibungen finden Sie auf Regupedia: www.regupedia.de

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