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Internal Revenue Service (IRS)

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Definition des Begriffs

Der Internal Revenue Service, abgekürzt IRS, ist die Bundessteuerbehörde der Vereinigten Staaten. Er ist als Behörde im Geschäftsbereich des U.S. Department of the Treasury organisiert. Seine institutionellen Wurzeln lagen im Office of the Commissioner of Internal Revenue, das 1862 in Washington, D.C., auf Grundlage des Revenue Act of 1862 entstand. Die heutige Tätigkeit stützt sich vor allem auf den Internal Revenue Code, der im Titel 26 des United States Code kodifiziert ist. Der IRS erhebt Bundessteuern, verwaltet Steuererklärungen und setzt steuerliche Pflichten durch. Die Behörde besitzt landesweite Zuständigkeit und arbeitet über regionale Service-, Prüfungs- und Durchsetzungseinheiten. Sie ist keine Finanzaufsichtsbehörde im engeren Sinn, beeinflusst jedoch Finanzmarktprozesse, wenn Steuerabzug, Kundendokumentation oder Meldungen an US-Stellen erforderlich sind.

 

Aufgaben

Zu den Kernaufgaben gehören:

  • Verarbeitung von Steuererklärungen natürlicher Personen, Unternehmen, Stiftungen und Trusts
  • Festsetzung, Einziehung und Erstattung von Bundessteuern
  • Prüfung steuerlicher Sachverhalte und Durchsetzung von Nachzahlungsansprüchen
  • Veröffentlichung von Formularen, Verwaltungsanweisungen und Auslegungshilfen
  • Überwachung steuerbegünstigter Organisationen und bestimmter privater Altersvorsorgepläne
  • Bekämpfung von Steuerhinterziehung, unter anderem über die Criminal Investigation Division

 

Zuständigkeiten

Der IRS ist zuständig für die operative Anwendung des US-Bundessteuerrechts. Dazu zählen Einkommensteuer, Körperschaftsteuer, Lohnsteuer, Verbrauchsteuern, Nachlasssteuer und Schenkungsteuer. Im Finanzmarktumfeld betreffen seine Zuständigkeiten insbesondere Quellensteuern, Steueridentifikationsnummern, Meldepflichten und Statusprüfungen ausländischer Finanzinstitute. Relevant sind vor allem FATCA, Qualified-Intermediary-Regelungen und Formulare wie W-8, W-9, 1042-S und 1099.

 

Relevanz

Für Banken, Wertpapierdienstleister, Fonds, Versicherer und Zahlungsdienstleister ist der IRS wichtig, sobald US-Steuerpflichtige, US-Quellenzahlungen oder US-Wertpapiere betroffen sind. Die Behörde prägt internationale Steuer-Compliance durch Melde- und Einbehaltungspflichten. Verstöße können Quellensteuerbelastungen, Vertragsrisiken, Prüfungen und Sanktionen auslösen. In grenzüberschreitenden Strukturen beeinflusst der IRS daher Kundenannahme, Dokumentation, Reporting, Steuerabzug und Kontrollprozesse. Über FATCA wirkt die Behörde auch auf Institute außerhalb der Vereinigten Staaten. Für Compliance-Systeme entstehen daraus Anforderungen an Datenqualität, Fristenkontrolle, Plausibilisierung und revisionssichere Nachweise.

 

Besonderheiten

Der IRS verbindet Servicefunktion und Eingriffsbefugnisse. Er stellt Steuerformulare, elektronische Einreichungsverfahren und Auskünfte bereit, verfügt aber zugleich über Prüfungs-, Vollstreckungs- und Ermittlungsinstrumente. Eine Besonderheit ist die hohe Bedeutung standardisierter Selbstauskünfte und Quellensteuerformulare für internationale Finanzintermediäre. Zudem arbeitet die Behörde bei grenzüberschreitenden Steuerfragen mit ausländischen Steuerverwaltungen und zwischenstaatlichen FATCA-Abkommen zusammen.

 

 

Weiterführende Details, regulatorische Vorgaben und Methodikbeschreibungen finden Sie auf Regupedia: [www.regupedia.de]

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