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Committee on the Internal Market and Consumer Protection (IMCO)

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Definition des Begriffs

IMCO bezeichnet den Committee on the Internal Market and Consumer Protection, auf Deutsch Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucherschutz. Er ist ein ständiger Fachausschuss des Europäischen Parlaments und besteht in diesem fachlichen Zuschnitt seit der Wahlperiode 2004–2009. Die Ausschussarbeit ist in die parlamentarischen Arbeitsorte der Europäischen Union eingebettet, insbesondere Brüssel und Straßburg. Rechtliche Grundlage sind die Geschäftsordnung des Europäischen Parlaments und deren Anlage zu den Zuständigkeiten der ständigen Ausschüsse. IMCO bereitet parlamentarische Positionen, Änderungsanträge und Kontrollaktivitäten zu Binnenmarkt- und Verbraucherfragen vor. Als Ausschuss besitzt IMCO keine eigene Rechtspersönlichkeit, sondern handelt innerhalb der parlamentarischen Verfahren des Europäischen Parlaments.

 

Aufgaben

Der Ausschuss befasst sich mit Gesetzgebung und parlamentarischer Kontrolle im Bereich des europäischen Binnenmarkts. Zu den Kernaufgaben gehören:

  • Koordinierung nationaler Vorschriften im Binnenmarkt auf Unionsebene.
  • Befassung mit Zollunion, freiem Warenverkehr, Niederlassungsrecht und Dienstleistungsfreiheit, soweit keine Sonderzuständigkeiten greifen.
  • Prüfung von Maßnahmen zur Funktionsfähigkeit des Binnenmarkts, einschließlich digitaler Binnenmarktfragen.
  • Behandlung von Verbraucherrechten, Verbraucherinteressen und Durchsetzung von Binnenmarktvorschriften.

 

Zuständigkeiten

IMCO ist zuständig für Dossiers, bei denen Binnenmarktintegration, Marktzugang, Produktregeln, technische Normung, Konformität, Marktüberwachung oder Verbraucherrechte im Mittelpunkt stehen. Der Ausschuss wirkt an ordentlichen Gesetzgebungsverfahren mit, benennt Berichterstatter, verhandelt Kompromisse und beteiligt sich an Trilogverhandlungen mit Rat und Kommission. Nicht im Schwerpunkt liegen öffentliche Gesundheit, Lebensmittelsicherheit, Finanzdienstleistungen und Postdienste, soweit andere Ausschüsse federführend sind. Stellungnahmen können auch zu Vorhaben anderer Ausschüsse abgegeben werden, wenn Binnenmarkt- oder Verbraucherfragen betroffen sind.

 

Relevanz

IMCO prägt zentrale EU-Regeln für Unternehmen, Verbraucher und digitale Märkte. Seine Arbeit beeinflusst Produktanforderungen, Onlinehandel, Dienstleistungsmärkte, Normung, Verbraucherinformationen und Rechtsdurchsetzung. Für den Finanzmarkt ist der Ausschuss vor allem relevant, wenn horizontale Binnenmarktregeln, digitale Plattformen, Datenräume, Produktsicherheit oder Verbraucherrechte auch Finanzdienstleister, FinTechs oder Vertriebskanäle betreffen. Die Ausschusspositionen können den Inhalt europäischer Rechtsakte vor der Plenarabstimmung maßgeblich strukturieren.

 

Besonderheiten

IMCO verbindet Binnenmarktpolitik mit Verbraucherschutz. Dadurch behandelt der Ausschuss sowohl wirtschaftliche Integrationsfragen als auch Schutzrechte von Endkunden. Besondere Merkmale sind:

  • ständige Einbindung in Gesetzgebungsverfahren des Europäischen Parlaments;
  • Schnittstellen zu Ausschüssen für Wirtschaft, Industrie, Verkehr, Umwelt und Bürgerrechte;
  • starke Bedeutung für Digitalregulierung, Produktkonformität und Marktaufsicht;
  • regelmäßige Anhörungen, Arbeitsgruppen und Kontrollaktivitäten.

 

 

Weiterführende Details, regulatorische Vorgaben und Methodikbeschreibungen finden Sie auf Regupedia: www.regupedia.de

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