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Internal Models Approach (IMA)

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Definition des Begriffs

IMA steht für Internal Models Approach, deutsch interner Modellansatz. Der Begriff bezeichnet im Aufsichtsrecht ein Verfahren, mit dem Institute Marktrisiko-Eigenmittelanforderungen auf Grundlage genehmigter interner Risikomodelle berechnen. Die Verankerung liegt in der Capital Requirements Regulation, insbesondere in den Vorschriften zu internen Modellen für Marktrisiken und im übergeordneten Basel-Rahmenwerk. Die Nutzung setzt eine ausdrückliche aufsichtliche Erlaubnis voraus. Ohne Genehmigung bleibt der standardisierte Ansatz maßgeblich. Der Ansatz knüpft an quantitative Risikomessung und qualitative Anforderungen an Organisation, Daten, Kontrollen und unabhängige Validierung an.

 

Vorkommen und Verwendung

Der IMA wird von Banken und bestimmten Wertpapierfirmen verwendet, sofern Handelsbuchpositionen, Risikomanagement, Datenhaushalt und Modellarchitektur die regulatorischen Anforderungen erfüllen. Zuständige Aufsichtsbehörden prüfen den Ansatz vor der Zulassung und laufend danach. Bei bedeutenden Instituten im Einheitlichen Aufsichtsmechanismus liegt die Entscheidung regelmäßig bei der Europäischen Zentralbank. Die Anwendung kann einzelne Handelstische, Portfolios oder Risikoklassen betreffen und muss nachvollziehbar dokumentiert sein.

Kernbereiche der Verwendung sind:

  1. Modellzulassung
    Prüfung von Governance, Methodik, unabhängiger Validierung, interner Revision und praktischer Nutzung im Risikomanagement.
  2. Risikomessung
    Erfassung von Marktpreisrisiken aus Zins-, Aktien-, Währungs-, Rohwaren- und Kreditspreadpositionen.
  3. Laufende Überwachung
    Backtesting, Gewinn-und-Verlust-Zuordnung, Stresstests, Modelländerungsprozesse und regelmäßige aufsichtliche Berichterstattung.

 

Relevanz

Der IMA beeinflusst die Höhe der risikogewichteten Aktiva und damit die Eigenmittelanforderungen für Marktrisiken. Er kann eine risikosensitivere Kapitalunterlegung ermöglichen, erhöht jedoch die Anforderungen an Datenqualität, Modellkontrollen und interne Verantwortlichkeiten. Negative Prüfergebnisse können Modellbeschränkungen, Kapitalaufschläge, Rückkehr zum Standardansatz oder zusätzliche aufsichtliche Maßnahmen auslösen. Der Ansatz ist eng mit Handelsbuchabgrenzung, SREP-Bewertung, Risikotragfähigkeit und interner Kapitalsteuerung verbunden.

 

Beispiel/Synonyme oder verwandte Begriffe

  • Interner Modellansatz: deutsche Bezeichnung für Internal Models Approach.
  • Standardised Approach: standardisierter Vergleichs- und Ersatzansatz für Marktrisiken.
  • Backtesting: Abgleich modellierter Risikowerte mit tatsächlichen oder hypothetischen Ergebnissen.
  • Profit and Loss Attribution: Prüfung, ob Modellrisikofaktoren die Ergebnisentwicklung eines Handelstisches ausreichend erklären.
  • Expected Shortfall: Risikomaß im überarbeiteten Marktrisikorahmen zur Abbildung schwerer Verluste.

 

Weitere Informationen

Wesentliche Rechtsgrundlagen finden sich in der CRR, darunter Artikel 363 zur Erlaubnis interner Modelle und die Vorschriften des alternativen internen Modellansatzes ab Artikel 325az. Ergänzend konkretisieren technische Regulierungsstandards, Leitfäden der Aufsicht und das Basel-Marktrisikoregime Anforderungen an Modellzulassung, Validierung, Stresstests, Risikofaktoren und Meldewesen.

 

 

Weiterführende Details, regulatorische Vorgaben und Methodikbeschreibungen finden Sie auf Regupedia: www.regupedia.de

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