Definition des Begriffs
GFXC steht für Global Foreign Exchange Committee. Das Gremium wurde im Mai 2017 in London eingerichtet und bündelt Zentralbanken sowie private Marktteilnehmer des globalen Devisenmarkts. Es ist keine hoheitliche Aufsichtsbehörde mit Sanktionsbefugnissen, sondern eine internationale Marktstandard-Institution. Grundlage seiner Arbeit sind ein eigener Arbeitsauftrag, die Governance des FX Global Code und die Zusammenarbeit nationaler oder regionaler Foreign Exchange Committees. Der FX Global Code enthält Grundsätze für integres, transparentes und robustes Verhalten im Wholesale-Devisenmarkt. Die institutionelle Einbettung erfolgt über bestehende FX-Committees, die in wichtigen Finanzzentren mit Zentralbankbeteiligung arbeiten.
Aufgaben
Das GFXC entwickelt, pflegt und überprüft gemeinsame Verhaltensstandards für den Devisenmarkt. Zentrale Aufgaben sind:
Zuständigkeiten
Das GFXC befasst sich mit dem institutionellen und professionellen Devisenhandel, insbesondere dem Wholesale-FX-Markt. Dazu zählen Kassageschäfte, Termingeschäfte, Swaps, Optionen und elektronische Handelsformen. Die praktische Zuständigkeit betrifft vor allem Banken, Broker, Handelsplattformen, Vermögensverwalter, Unternehmen mit professionellem FX-Handel sowie Zentralbanken. Das Gremium setzt keine gesetzlichen Pflichten durch. Es schafft jedoch einen anerkannten Referenzrahmen für Marktverhalten, Governance, Risikoüberwachung, Informationsaustausch, Ausführung und Abwicklung. Diese Themen sind für Handelskontrollen, Compliance-Funktionen und die Dokumentation von Kunden- und Gegenparteibeziehungen relevant.
Relevanz
Das Global Foreign Exchange Committee ist für die internationale Finanzmarktregulierung bedeutsam, weil der Devisenmarkt grenzüberschreitend, dezentral und stark auf Marktstandards angewiesen ist. Die Einhaltung des FX Global Code erfolgt grundsätzlich freiwillig, kann aber in Geschäftsbeziehungen, Due-Diligence-Prozessen und internen Kontrollsystemen berücksichtigt werden. Viele Institute veröffentlichen ein Statement of Commitment, also eine Erklärung, dass ihre FX-Aktivitäten an den Grundsätzen des Codes ausgerichtet sind.
Besonderheiten
Besonders prägend ist die gemischte Struktur aus Zentralbanken und Privatsektor. Dadurch verbindet das GFXC öffentliche Marktintegritätsziele mit operativer Marktpraxis. Der Code wird nicht als Gesetz angewendet, sondern als globaler Soft-Law-Standard. Änderungen berücksichtigen technische Entwicklungen, etwa algorithmischen Handel, Last-Look-Praktiken, Pre-Hedging, Datenverwendung und Settlement-Risiken.
Weiterführende Details, regulatorische Vorgaben und Methodikbeschreibungen finden Sie auf Regupedia: www.regupedia.de
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