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Generally Accepted Accounting Principles (GAAP)

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Definition des Begriffs

GAAP steht für Generally Accepted Accounting Principles, auf Deutsch allgemein anerkannte Rechnungslegungsgrundsätze. Der Begriff bezeichnet ein System von Regeln, Prinzipien, Standards und Auslegungshilfen für die Erstellung von Finanzabschlüssen. GAAP legt fest, wie Vermögenswerte, Schulden, Erträge, Aufwendungen, Eigenkapital und Zahlungsströme zu erfassen, zu bewerten und darzustellen sind. Besonders verbreitet ist der Begriff im Zusammenhang mit US-GAAP, dem Rechnungslegungsrahmen der Vereinigten Staaten. Dessen zentrale Standards werden vom Financial Accounting Standards Board entwickelt. GAAP ist kein einzelner Rechtsakt, sondern ein Rechnungslegungsverfahren und Normengefüge, das durch Gesetze, Aufsichtsvorgaben, Standards und Prüfungspraxis konkretisiert wird.

 

Vorkommen und Verwendung

GAAP wird von Unternehmen, Banken, Versicherern, Kapitalmarktteilnehmern, Abschlussprüfern, Analysten und Aufsichtsbehörden verwendet. Es gilt insbesondere für die Erstellung von Jahresabschlüssen, Konzernabschlüssen, Zwischenberichten und Kapitalmarktinformationen. In den USA erstellen börsennotierte Unternehmen ihre Finanzberichte grundsätzlich nach US-GAAP. Außerhalb der USA wird häufig IFRS genutzt, wobei einzelne nationale GAAP-Systeme weiterhin für Einzelabschlüsse, Steuerbemessung oder Ausschüttungsbemessung relevant sind. Kernbereiche sind:

  1. Ansatz, also die erstmalige Erfassung von Bilanzposten.
  2. Bewertung, etwa zu Anschaffungskosten, fortgeführten Kosten oder beizulegendem Zeitwert.
  3. Periodenabgrenzung, damit Erträge und Aufwendungen der wirtschaftlich richtigen Periode zugeordnet werden.
  4. Offenlegung, einschließlich Anhangangaben zu Risiken, Methoden und Schätzungen.

 

Relevanz

GAAP ist relevant, weil Rechnungslegung die Grundlage für Investitionsentscheidungen, Kreditvergabe, Dividendenpolitik, Steuerung und Aufsicht bildet. Einheitliche Grundsätze erhöhen die Vergleichbarkeit, Nachvollziehbarkeit und Verlässlichkeit von Finanzinformationen. Für Finanzinstitute beeinflusst GAAP unter anderem Kreditrisikovorsorge, Bewertung von Finanzinstrumenten, Leasingbilanzierung, Sicherungsbeziehungen und Eigenkapitaldarstellung. Unterschiede zwischen US-GAAP, IFRS und nationalen Vorschriften können Kennzahlen, Ergebnisvolatilität und Kapitalmarktkommunikation deutlich verändern. Deshalb sind Überleitungsrechnungen, Bilanzierungswahlrechte und Schätzungsannahmen bei Analysen wesentlich.

 

Beispiel/Synonyme oder verwandte Begriffe

Ein Beispiel ist die Erfassung erwarteter Kreditverluste nach einem definierten Wertminderungsmodell. Verwandte Begriffe sind:

  • US-GAAP, Rechnungslegungsstandards der Vereinigten Staaten.
  • IFRS, internationale Rechnungslegungsstandards für kapitalmarktorientierte Abschlüsse.
  • HGB, deutsches Handelsgesetzbuch mit nationalen Bilanzierungsregeln.
  • Accrual Accounting, periodengerechte Erfolgserfassung unabhängig vom Zahlungszeitpunkt.

 

Weitere Informationen

Weitere Informationen betreffen Standardsetzung, Abschlussprüfung und Durchsetzung. In den USA wirken insbesondere FASB, Securities and Exchange Commission und Public Company Accounting Oversight Board zusammen. Für international tätige Gruppen sind Konsolidierung, Währungsumrechnung, Segmentberichterstattung und Überleitungen zwischen Rechnungslegungsrahmen bedeutsam. Maßgeblich bleibt die konsistente Anwendung der jeweils einschlägigen GAAP-Regeln auf konkrete Geschäftsvorfälle.

 

 

Weiterführende Details, regulatorische Vorgaben und Methodikbeschreibungen finden Sie auf Regupedia: www.regupedia.de

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