Definition des Begriffs
FXS steht für Foreign Exchange Swap, auf Deutsch Devisenswap. Der Begriff bezeichnet ein vertraglich verbundenes Devisengeschäft aus einem Kassageschäft und einem gegenläufigen Termingeschäft in demselben Währungspaar. Eine Partei kauft oder verkauft eine Währung zum Kassakurs und verpflichtet sich zugleich, sie zu einem späteren Termin zu einem vereinbarten Terminkurs zurückzutauschen. Der Zweck liegt meist in der kurzfristigen Liquiditätssteuerung, der Absicherung von Währungspositionen oder der Refinanzierung in Fremdwährung. Devisenswaps gehören zu außerbörslichen Derivaten und werden im Rahmen von Marktinfrastruktur-, Melde- und Risikomanagementvorgaben erfasst.
Vorkommen und Verwendung
FXS werden von Banken, Zentralbanken, Unternehmen, Investmentfonds und anderen Marktteilnehmern eingesetzt. Die Laufzeiten reichen häufig von einem Tag bis zu mehreren Monaten; längere Laufzeiten sind möglich. Typische Anwendungsbereiche sind:
Relevanz
Für Finanzinstitute beeinflussen FXS Liquiditätskennzahlen, Gegenparteirisiken und die Steuerung offener Währungspositionen. Der Marktwert eines Swaps ergibt sich aus Kassakurs, Terminkurs, Restlaufzeit, Zinsdifferenz der beteiligten Währungen und Bonität der Gegenpartei. In der Rechnungslegung kann die Abbildung als Sicherungsbeziehung relevant sein, sofern die Voraussetzungen für Hedge Accounting erfüllt sind. Im Aufsichtsrecht stehen vor allem Meldungen, Besicherung, Risikokontrollen und operationale Abwicklung im Vordergrund.
Beispiel / Synonyme oder verwandte Begriffe
Ein Unternehmen mit Euro-Einnahmen und künftigem US-Dollar-Zahlungsbedarf kann Euro gegen US-Dollar kaufen und den Rücktausch für einen späteren Termin festlegen. Verwandte Begriffe sind:
Weitere Informationen
Relevante Rahmenwerke betreffen insbesondere Derivatehandel, Transaktionsmeldungen, zentrale Gegenparteien, bilaterale Besicherung und interne Risikomodelle. In der Europäischen Union können unter anderem EMIR, MiFIR, CRR, nationale handelsrechtliche Vorgaben und geldpolitische Regelwerke einschlägig sein. Für Institute sind eine eindeutige Produktklassifikation, dokumentierte Bewertungsmethoden, Limitsysteme, Stresstests und eine robuste Abwicklung wesentlich. FXS sind keine eigenständige Kreditaufnahme, können wirtschaftlich jedoch eine kurzfristige Fremdwährungsfinanzierung abbilden und deshalb relevante Liquiditäts-, Marktpreis- und Kontrahentenrisiken erzeugen.
Weiterführende Details, regulatorische Vorgaben und Methodikbeschreibungen finden Sie auf Regupedia: www.regupedia.de
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