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Foreign Exchange (FX)

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Definition des Begriffs

FX steht für Foreign Exchange, auf Deutsch Devisen oder Devisenhandel. Der Begriff bezeichnet den Austausch einer Währung gegen eine andere sowie den Markt, auf dem Wechselkurse gebildet und Fremdwährungsgeschäfte abgeschlossen werden. FX ist kein einzelnes aufsichtsrechtliches Verfahren, sondern ein zentraler Finanzmarktbereich mit standardisierten Handels-, Bewertungs- und Abwicklungsprozessen. Der Devisenmarkt dient Unternehmen, Banken, Zentralbanken, Investoren und öffentlichen Stellen zur Zahlungsabwicklung, Liquiditätssteuerung, Absicherung von Währungsrisiken und Kapitalanlage. Wechselkurse können frei schwanken, administrativ gesteuert oder durch geldpolitische Maßnahmen beeinflusst sein. Regulatorisch relevant sind insbesondere Marktintegrität, Geldwäscheprävention, Derivateaufsicht, Transparenzanforderungen und sichere Abwicklung.

 

Vorkommen und Verwendung

FX kommt in nahezu allen grenzüberschreitenden Finanz- und Handelsbeziehungen vor. Banken handeln Devisen für eigene Rechnung, für Kunden oder zur Steuerung offener Währungspositionen. Unternehmen nutzen FX, um Import- und Exportzahlungen abzusichern. Investoren verwenden Fremdwährungen zur Diversifikation oder als Bestandteil von Wertpapier- und Derivatestrategien.

Kernbereiche sind:

  1. Spot-Geschäfte, bei denen Währungen üblicherweise kurzfristig geliefert und bezahlt werden.
  2. Termingeschäfte, bei denen Kurs und Valuta für einen späteren Zeitpunkt vereinbart werden.
  3. FX-Swaps, die Kassageschäft und Gegengeschäft zu einem späteren Termin verbinden.
  4. Währungsoptionen, die ein Recht auf Kauf oder Verkauf einer Währung vermitteln.
  5. Abwicklung, Risikosteuerung und Bewertung, einschließlich Limits, Sicherheiten und Zahlungsfinalität.

 

Relevanz

FX ist für Finanzmarktstabilität und Realwirtschaft bedeutsam, weil Wechselkurse Preise, Zahlungsströme, Kapitalflüsse und Bilanzwerte beeinflussen. Für Institute entstehen Marktpreisrisiken, Liquiditätsrisiken, Gegenparteirisiken und operationale Risiken. Besonders wichtig ist das Abwicklungsrisiko, wenn eine Währung gezahlt wird, bevor die Gegenwährung endgültig eingeht. Verfahren wie Payment versus Payment und Infrastrukturen wie CLS reduzieren dieses Risiko. Aufsichtliche Prüfungen betrachten unter anderem Handelskontrollen, Bewertungsmodelle, Marktmissbrauchsprävention, Best Execution, Meldepflichten und Notfallprozesse.

 

Beispiel/Synonyme oder verwandte Begriffe

Verwandte Begriffe sind:

  • Devisenhandel, deutsche Bezeichnung für Foreign Exchange Trading.
  • Wechselkurs, Preis einer Währung in einer anderen Währung.
  • Währungsrisiko, Verlustgefahr aus Wechselkursänderungen.
  • FX Spot, kurzfristiges Kassageschäft in Fremdwährungen.
  • FX-Derivate, Termingeschäfte, Swaps und Optionen auf Währungen.

 

Weitere Informationen

Relevante Regelwerke betreffen je nach Produkt MiFID II, EMIR, Marktmissbrauchsrecht, Geldwäschevorgaben, Sanktionsregeln, Eigenmittelanforderungen und Anforderungen an operationale Resilienz. Zusätzlich wirken internationale Verhaltenskodizes für den Devisenmarkt, interne Händlerlimits, Funktionstrennung, Modellvalidierung und unabhängige Preisüberprüfung. Bei grenzüberschreitenden Zahlungen sind Korrespondenzbanken, Zeitzonen, lokale Marktpraktiken und Datenanforderungen zu berücksichtigen.

 

 

Weiterführende Details, regulatorische Vorgaben und Methodikbeschreibungen finden Sie auf Regupedia: www.regupedia.de

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