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Funds Processing Standardisation (FPS)

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Definition des Begriffs

FPS steht für Faster Payments Service, auf Deutsch etwa schneller Zahlungsdienst. Der Begriff bezeichnet das britische Echtzeitverfahren für elektronische Überweisungen in Pfund Sterling. Es wurde 2008 eingeführt und ermöglicht Zahlungen zwischen teilnehmenden Zahlungsdienstleistern nahezu rund um die Uhr. Im Markt wird auch die Bezeichnung Faster-Payment-System verwendet. Das Verfahren ist in die britische Zahlungsverkehrsinfrastruktur eingebettet, wird durch Pay.UK betrieben und unterliegt aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen für Zahlungsdienste und Zahlungssysteme. Anders als eine Kartenzahlung basiert FPS auf kontogebundenen Überweisungen, die über zugelassene Teilnehmer an das System eingereicht werden.

 

Vorkommen und Verwendung

FPS kommt bei Massenzahlungen im Vereinigten Königreich vor. Es wird von Banken, Bausparkassen, Zahlungsinstituten und E-Geld-Instituten genutzt, sofern sie direkt oder indirekt an das System angebunden sind. Typische Anwendungsfälle sind:

  • Online- und Mobile-Banking-Überweisungen,
  • telefonische Bankaufträge,
  • Daueraufträge,
  • Zahlungen von Unternehmen an Privatpersonen oder Geschäftspartner.

Die Verarbeitung erfolgt grundsätzlich an allen Kalendertagen. Zahlungsaufträge werden automatisiert geprüft, an das Empfängerinstitut weitergeleitet und dem Empfängerkonto in der Regel innerhalb kurzer Zeit gutgeschrieben. Der maximal zulässige Betrag richtet sich nach Systemvorgaben und zusätzlichen Institutsgrenzen. Institute prüfen dabei Kontodaten, Betrugsindikatoren, Berechtigungen und verfügbare Deckung, bevor eine Zahlung freigegeben wird.

 

Relevanz

FPS ist ein zentraler Bestandteil des britischen Retail-Zahlungsverkehrs. Das Verfahren verkürzt Abwicklungszeiten, reduziert Liquiditätsbindung und unterstützt digitale Geschäftsmodelle mit sofortiger Zahlungsbestätigung. Für Institute ergeben sich Anforderungen an Verfügbarkeit, Betrugsprävention, Sanktionsprüfung, technische Resilienz und Kundenschutz. Für Treasury, Zahlungsverkehr und Compliance ist FPS relevant, weil Echtzeitzahlungen nur begrenzte Zeitfenster für Korrekturen, Rückrufe und manuelle Prüfungen lassen. Das Verfahren steht funktional neben Bacs für Sammelzahlungen und CHAPS für hochwertige Echtzeitüberweisungen.

 

Beispiel/Synonyme oder verwandte Begriffe

  • Faster Payment System, häufig verwendete Systembezeichnung im Vereinigten Königreich.
  • Instant Payment, Oberbegriff für nahezu sofort ausgeführte elektronische Zahlungen.
  • Bacs, britisches System für Lastschriften und bestimmte Sammelüberweisungen.
  • CHAPS, britisches Echtzeit-Bruttozahlungssystem für besonders eilbedürftige oder hohe Zahlungen.

 

Weitere Informationen

Die Teilnahme an FPS setzt technische Anbindung, Einhaltung der Systemregeln, operative Kontrollprozesse und geeignete Risikosteuerung voraus. Zuständig sind unter anderem Pay.UK als Betreiber, die Payment Systems Regulator für wirtschaftliche und wettbewerbliche Aspekte sowie die Bank of England für bestimmte systemische Überwachungsaufgaben.

 

 

Weiterführende Details, regulatorische Vorgaben und Methodikbeschreibungen finden Sie auf Regupedia: www.regupedia.de

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