Definition des Begriffs
Die Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung (FMSA) war eine Anstalt des öffentlichen Rechts mit Sitz in Frankfurt am Main. Sie wurde am 17. Oktober 2008 als unmittelbare Reaktion auf die internationale Finanz- und Wirtschaftskrise gegründet und unterstand der Rechts- und Fachaufsicht des Bundesministeriums der Finanzen (BMF). Ihre Hauptaufgabe war die Verwaltung des Finanzmarktstabilisierungsfonds (FMS, auch SoFFin) zur Stabilisierung des deutschen Finanzsektors. Die FMSA durchlief mehrere Phasen der Neuordnung und beendete ihre operative Tätigkeit zum 31. Dezember 2025.
Aufgaben
Die Aufgaben der FMSA veränderten sich im Laufe ihrer Existenz erheblich:
Phase 1 (2008–2014): Krisenbewältigung
Phase 2 (2015–2017): Nationale Abwicklungsbehörde
Phase 3 (2018–2025): Reduzierter Aufgabenbereich
Zuständigkeiten
Seit dem 1. Januar 2026 obliegt die Rechtsaufsicht über die Abwicklungsanstalten dem Bundesministerium der Finanzen, alle übrigen Koordinations- und Überwachungsaufgaben übernahm die Finanzagentur.
Relevanz
Die FMSA spielte eine zentrale Rolle bei der Bewältigung der Finanzkrise in Deutschland. Sie stabilisierte systemrelevante Institute wie die Hypo Real Estate und die Commerzbank und verhinderte damit einen Zusammenbruch des deutschen Bankensystems. Bis Ende 2017 konnten alle Garantien ohne Ausfall zurückgeführt werden. Dabei wurden Einnahmen in Höhe von 2,2 Mrd. Euro erzielt. Die FMSA bildete zudem den Grundstein für die deutsche Bankenabwicklung nach europäischem Recht.
Besonderheiten
Weiterführende Details, regulatorische Vorgaben und Methodikbeschreibungen finden Sie auf Regupedia: www.regupedia.de
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