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Federal Reserve (FED)

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Definition des Begriffs

Die Federal Reserve (FED, englisch: Federal Reserve System) ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten von Amerika. Sie wurde am 23. Dezember 1913 durch den Federal Reserve Act gegründet und nahm am 16. November 1914 ihre Arbeit auf. Ihren Hauptsitz hat sie in Washington, D.C. Die FED ist eine staatliche Institution mit privatrechtlichen Elementen und bildet ein dezentral organisiertes System aus zwölf regionalen Federal Reserve Banks, die über das gesamte Staatsgebiet der USA verteilt sind. Die Notenbank ist unabhängig von politischen Weisungen organisiert, berichtet jedoch regelmäßig an den Kongress der Vereinigten Staaten über ihre geldpolitischen Aktivitäten und Pläne.

 

Aufgaben

Die FED verfolgt ein vom Kongress vorgegebenes Doppelmandat, bestehend aus den Zielen Preisniveaustabilität und höchstmögliche Beschäftigung. Zu ihren Kernaufgaben gehören:

Festlegung und Umsetzung der Geldpolitik durch Steuerung des Leitzinses (Federal Funds Rate), Offenmarktgeschäfte und Anpassung der Mindestreserveanforderungen

Beaufsichtigung und Regulierung von Kreditinstituten zur Gewährleistung der Stabilität des Finanzsystems

Aufrechterhaltung eines funktionierenden Zahlungssystems

Ausgabe von US-Dollar-Banknoten in Zusammenarbeit mit dem Bureau of Engraving and Printing

Verwaltung der Währungsreserven und Durchführung von Devisengeschäften

Veröffentlichung wirtschaftlicher Analysen wie dem Konjunkturbericht Beige Book

Die Entscheidungen über die Geldpolitik trifft das Federal Open Market Committee (FOMC), das aus den sieben Mitgliedern des Board of Governors sowie fünf Präsidenten der regionalen Federal Reserve Banks besteht.

 

Zuständigkeiten

Die Zuständigkeiten der FED umfassen:

Monetäre Steuerung durch Festlegung der Leitzinsen, des Diskontsatzes und der Mindestreserven

Bankenaufsicht über national tätige Kreditinstitute

Krisenmanagement und Bereitstellung von Liquidität für das Finanzsystem

Überwachung systemrelevanter Finanzinstitutionen

Beratung der Regierung und des Kongresses in finanz- und währungspolitischen Fragen

 

Relevanz

Die FED ist eine der einflussreichsten Zentralbanken weltweit. Ihre geld- und währungspolitischen Entscheidungen haben direkten Einfluss auf die globalen Finanzmärkte, Wechselkurse, Kapitalströme und internationalen Zinsniveaus. Der US-Dollar ist die wichtigste Reservewährung weltweit, was der FED eine zentrale Rolle im internationalen Währungssystem verleiht. Die Institution ist in globalen Foren wie dem Internationalen Währungsfonds (IWF), der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) und der G20 aktiv vertreten und spielt eine Schlüsselrolle bei der Bewältigung internationaler Finanzkrisen.

 

Besonderheiten

Doppelmandat: Preisstabilität und maximale Beschäftigung, anders als bei vielen anderen Zentralbanken, die primär Preisstabilität anstreben

Dezentrale Struktur mit zwölf regionalen Federal-Reserve-Banken und einem zentralen Board of Governors

Hybride Organisationsform mit staatlichen und privatrechtlichen Elementen, wobei Mitgliedsbanken Anteile an den regionalen FED-Banken halten

Institutionelle Unabhängigkeit von politischen Weisungen bei gleichzeitiger Rechenschaftspflicht gegenüber dem Kongress

Der Vorsitzende des Board of Governors zählt zu den einflussreichsten Wirtschaftspersönlichkeiten weltweit.

 

Weiterführende Details, regulatorische Vorgaben und Methodikbeschreibungen finden Sie auf Regupedia: www.regupedia.de

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