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Financial Data and Technology Association (FDATA)

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Definition des Begriffs

FDATA steht für Financial Data and Technology Association. Der Begriff bezeichnet einen internationalen Branchenverband und ein fachliches Abstimmungsforum für Open Banking und Open Finance. Im regulatorischen Kontext wird FDATA häufig mit Verfahren zur kundenseitig autorisierten Weitergabe von Finanzdaten verbunden. Die Organisation entstand 2013 im Vereinigten Königreich und erhielt 2018 eine nordamerikanische Ausprägung. Ihr Schwerpunkt liegt auf rechtlich abgesicherten Datenzugangsrechten für Verbraucher, kleine Unternehmen und weitere Nutzer von Finanzdienstleistungen. Eine unmittelbare hoheitliche Rechtsgrundlage besteht nicht. Relevante Bezüge ergeben sich aus Zahlungsdienste-, Datenschutz-, Verbraucherschutz- und Open-Finance-Rahmenwerken.

 

Vorkommen und Verwendung

FDATA tritt vor allem in Konsultationen, Positionspapieren, Facharbeitsgruppen und Marktinitiativen auf. Adressaten sind Gesetzgeber, Aufsichtsbehörden, Banken, Zahlungsdienstleister, Datenaggregatoren, FinTech-Unternehmen und Anbieter digitaler Finanzanwendungen. Eine regelmäßige Durchführung im engeren Sinn besteht nicht. Die Arbeit folgt Konsultationsfristen, Gesetzgebungsverfahren und technischen Standardisierungszyklen. Die Verwendung betrifft insbesondere folgende Themenfelder:

  1. Datenzugang, insbesondere der sichere Zugriff auf Konten, Transaktionen und weitere Finanzinformationen nach Zustimmung des Kunden.
  2. Schnittstellen, insbesondere standardisierte API-Lösungen für den kontrollierten Datenaustausch.
  3. Einwilligung und Kontrolle, insbesondere transparente Berechtigungen, Widerrufsmöglichkeiten und Zweckbindung.
  4. Sicherheit, insbesondere Authentifizierung, Betrugsprävention und Schutz sensibler Finanzdaten.

 

Relevanz

FDATA ist relevant, weil Open Banking und Open Finance die technische und rechtliche Infrastruktur des digitalen Finanzmarkts beeinflussen. Kundenseitig erlaubter Datenzugang kann Kontoinformationsdienste, Bonitätsprüfungen, persönliche Finanzplanung, digitale Kreditprozesse und Zahlungsinnovationen unterstützen. Für Institute erhöht dies den Bedarf an belastbaren Schnittstellen, klaren Governance-Regeln und dokumentierten Einwilligungsprozessen. Für FinTech-Unternehmen schafft der Zugang zu Finanzdaten die Grundlage für datenbasierte Dienstleistungen. Die Diskussion steht in engem Zusammenhang mit PSD2, nationalen Open-Banking-Vorgaben, Datenschutzrecht und Initiativen zu Finanzdatenzugang.

 

Beispiel/Synonyme oder verwandte Begriffe

  • Financial Data and Technology Association, vollständige englische Bezeichnung von FDATA.
  • Open Banking, kontrollierter Zugang zu Zahlungs- und Kontodaten über standardisierte Schnittstellen.
  • Open Finance, Erweiterung des Datenzugangs auf weitere Finanzprodukte.
  • Consumer-permissioned data access, kundenseitig genehmigter Zugriff auf Finanzdaten.

 

Weitere Informationen

FDATA ist keine Aufsichtsbehörde und erlässt keine verbindlichen Vorschriften. Die praktische Bedeutung ergibt sich aus der Beteiligung an regulatorischen Debatten, der Bündelung von Branchenpositionen und der Mitwirkung an internationalen Standards für sicheren, nutzerkontrollierten Finanzdatenaustausch.

 

 

Weiterführende Details, regulatorische Vorgaben und Methodikbeschreibungen finden Sie auf Regupedia: www.regupedia.de

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