Definition des Begriffs
Die Financial Action Task Force (FATF, französisch: Groupe d'action financière, GAFI, deutsch: Arbeitsgruppe Finanzielle Maßnahmen) ist eine zwischenstaatliche Organisation zur Bekämpfung von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und Proliferationsfinanzierung. Sie wurde 1989 auf Initiative der G7 in Paris gegründet und hat dort ihren Sitz. Das Sekretariat ist administrativ bei der OECD angesiedelt, die FATF ist jedoch rechtlich eigenständig. Die Organisation umfasst derzeit 40 Mitglieder, darunter 38 Länder sowie die Europäische Kommission und den Golf-Kooperationsrat. Über neun regionale Partner-Gremien haben sich weltweit mehr als 200 Jurisdiktionen zur Umsetzung der FATF-Standards verpflichtet.
Aufgaben
Die zentrale Aufgabe der FATF besteht darin, internationale Standards zur Bekämpfung von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und Proliferationsfinanzierung zu entwickeln, zu überwachen und durchzusetzen. Hierzu zählen:
Zuständigkeiten
Die FATF ist als politisch unabhängige Standardsetzungsorganisation für folgende Bereiche zuständig:
Relevanz
Die FATF gilt als weltweit einflussreichste Institution im Kampf gegen illegale Finanzströme. Ihre Standards beeinflussen nationale Gesetzgebungen, regulatorische Rahmenbedingungen und die Praxis von Finanzinstituten weltweit. Die schwarze und graue Liste der FATF hat erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen, da Finanzinstitute den Geschäftsverkehr mit aufgelisteten Ländern einschränken, um Compliance-Risiken zu minimieren. Dies erzeugt erheblichen Druck auf betroffene Staaten, die FATF-Standards umzusetzen. Die Organisation arbeitet eng mit nationalen Aufsichtsbehörden, internationalen Organisationen und dem Privatsektor zusammen.
Besonderheiten
Weiterführende Details, regulatorische Vorgaben und Methodikbeschreibungen finden Sie auf Regupedia: www.regupedia.de
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