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Deutscher Derivate Verband (DDV)

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Definition des Begriffs

DDV bezeichnet die frühere Kurzform des Deutschen Derivate Verbands, eines deutschen Wirtschaftsverbands für Emittenten strukturierter Wertpapiere. Der Verband wurde 2008 gegründet und trat später unter dem Namen Bundesverband für strukturierte Wertpapiere auf. Er bündelt Interessen von Banken und Wertpapierhäusern, die börsennotierte Anlagezertifikate, Hebelprodukte und vergleichbare strukturierte Wertpapiere emittieren. Strukturierte Wertpapiere verbinden klassische Schuldverschreibungen mit derivativen Auszahlungsprofilen, etwa zur Partizipation an Indizes, zur Risikobegrenzung oder zur Hebelung von Marktbewegungen.

 

Vorkommen und Verwendung

Die Abkürzung DDV erscheint vor allem in älteren Marktstatistiken, Positionspapieren, Produktklassifizierungen und regulatorischen Stellungnahmen. Der Begriff wird im Umfeld des deutschen Zertifikatemarkts verwendet, insbesondere bei:

  • Emittenten strukturierter Wertpapiere,
  • Handelsplätzen und Datenanbietern,
  • Finanzmedien und Fachpublikationen,
  • politischen und regulatorischen Konsultationen.

Der Verband veröffentlicht Marktdaten, Produktinformationen und Stellungnahmen zu Kapitalmarktregulierung. Dies unterstützt die standardisierte Beschreibung von Produkten und erleichtert den Vergleich von Chancen, Risiken und Kosten innerhalb des Marktes.

 

Relevanz

Für den deutschen Finanzmarkt ist DDV als historische Bezeichnung relevant, weil viele Dokumente zur Entwicklung des Zertifikatemarkts weiterhin auf diese Abkürzung verweisen. Der Verband befasst sich mit Rahmenbedingungen für den Vertrieb und die Emission strukturierter Wertpapiere. Dazu zählen Anlegerschutz, Transparenz, Produktverständlichkeit und die praktische Umsetzung europäischer Kapitalmarktvorgaben. Seine Positionen betreffen häufig Regelwerke wie MiFID II, MiFIR, PRIIPs und das Prospektrecht. Durch die spätere Umbenennung in BSW blieb der fachliche Bezug erhalten, während die Produktgattung stärker in den Vordergrund rückte.

 

Beispiel/Synonyme oder verwandte Begriffe

  • Bundesverband für strukturierte Wertpapiere: heutige Verbandsbezeichnung und institutionelle Fortführung der früheren DDV-Marke.
  • Strukturierte Wertpapiere: Sammelbegriff für Zertifikate, Optionsscheine und ähnliche börsennotierte Produkte mit vorab definiertem Auszahlungsprofil.
  • Anlagezertifikate: Wertpapiere, deren Wertentwicklung an einen Basiswert oder eine Strategie gekoppelt ist.
  • Hebelprodukte: Produkte, die Marktbewegungen eines Basiswerts überproportional abbilden und erhöhte Verlustrisiken enthalten.

 

Weitere Informationen

Weitere Informationen ergeben sich aus nationalen und europäischen Regelwerken für Wertpapieremission, Vertrieb und Anlegerinformation. Relevante Bezüge bestehen zum Wertpapierhandelsgesetz, zur MiFID II als europäischem Rahmen für Wertpapierdienstleistungen, zur MiFIR für Markttransparenz, zur PRIIPs-Verordnung für Basisinformationsblätter und zur Prospektverordnung für öffentliche Angebote. Auf europäischer Ebene ist außerdem der Dachverband EUSIPA mit strukturierten Anlageprodukten befasst. Registereinträge zur Interessenvertretung führen den Verband unter seiner aktuellen Bezeichnung und dokumentieren Tätigkeitsbereiche im Bankwesen und Finanzwesen.

 

 

Weiterführende Details, regulatorische Vorgaben und Methodikbeschreibungen finden Sie auf Regupedia: www.regupedia.de

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