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Corporate Social Responsibility (CSR)

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Definition des Begriffs

Corporate Social Responsibility, deutsch gesellschaftliche Unternehmensverantwortung, bezeichnet ein Management- und Steuerungskonzept, mit dem Unternehmen Verantwortung für Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit auf Gesellschaft, Umwelt, Beschäftigte, Kunden, Lieferketten und weitere Stakeholder übernehmen. CSR ist kein einzelner Rechtsakt und keine Behörde, sondern ein Verfahren verantwortungsvoller Unternehmensführung. Es umfasst Strategien, Prozesse, Kontrollen und Berichte zur Berücksichtigung sozialer, ökologischer und ethischer Belange im Kerngeschäft. Die Einbettung ergibt sich aus internationalen Rahmenwerken, etwa OECD-Leitsätzen für verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln, UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte und ILO-Kernarbeitsnormen, sowie aus europäischen Regelwerken zu Nachhaltigkeitsberichterstattung und Sorgfaltspflichten.

 

Vorkommen und Verwendung

CSR wird branchenübergreifend eingesetzt und betrifft besonders Unternehmen mit komplexen Lieferketten, Kapitalmarktzugang oder erhöhter öffentlicher Wirkung. Im Finanzsektor kommt CSR bei Kreditvergabe, Kapitalanlage, Produktgestaltung, Lieferantenmanagement, Vergütungssystemen, Compliance und Berichterstattung vor. Verantwortlich sind Geschäftsleitung, Nachhaltigkeitsfunktionen, Risikomanagement, Einkauf, Personal, Recht, Compliance und interne Revision.

Kernbereiche sind:

  • Menschenrechte, Arbeitsbedingungen, Diversität und Gesundheitsschutz
  • Umweltmanagement, Klimaschutz, Ressourcenverbrauch und Biodiversität
  • faire Geschäftspraktiken, Korruptionsprävention und Steuertransparenz
  • Verbraucherinteressen, Datenschutz und verantwortliche Produktgestaltung
  • Lieferkettenprüfung, Beschwerdeverfahren, Schulungen, klare Governance und Stakeholderdialog

 

Relevanz

CSR ist relevant, weil nichtfinanzielle Auswirkungen zunehmend Geschäftsmodell, Reputation, Finanzierungskosten, regulatorische Pflichten und Haftungsrisiken beeinflussen. Für Finanzinstitute ist CSR eng mit ESG-Risiken, nachhaltiger Finanzierung, Offenlegungspflichten und Erwartungen an Governance verbunden. Eine belastbare CSR-Struktur unterstützt die Identifikation von Risiken, die Steuerung von Zielkonflikten und die Nachvollziehbarkeit unternehmerischer Entscheidungen. Schwächen können zu Reputationsschäden, Rechtsrisiken, Lieferkettenunterbrechungen, Investorenkritik oder Einschränkungen beim Marktzugang führen. CSR wirkt damit als Verbindung zwischen Unternehmensstrategie, Risikomanagement und Nachhaltigkeitskommunikation.

 

Beispiel/Synonyme oder verwandte Begriffe

  • Gesellschaftliche Unternehmensverantwortung: deutsche Bezeichnung für CSR
  • Responsible Business Conduct: international gebräuchlicher Begriff für verantwortliches Unternehmenshandeln
  • ESG: Umwelt-, Sozial- und Governance-Faktoren in Bewertung und Steuerung
  • Nachhaltigkeitsbericht: Bericht über wesentliche Nachhaltigkeitsthemen
  • Due Diligence: risikobasierte Prüfung möglicher negativer Auswirkungen

 

Weitere Informationen

Relevante Bezugspunkte sind CSRD, ESRS, CSDDD, OECD-Leitsätze, UN-Leitprinzipien, Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz und interne Verhaltenskodizes. CSR sollte messbare Ziele, Verantwortlichkeiten, Kontrollen, Datengrundlagen und Eskalationswege enthalten. Entscheidend sind Wesentlichkeitsanalyse, Stakeholderbeteiligung, dokumentierte Maßnahmen, regelmäßige Berichterstattung und unabhängige Überprüfung, soweit sie rechtlich oder intern vorgesehen ist.

 

 

Weiterführende Details, regulatorische Vorgaben und Methodikbeschreibungen finden Sie auf Regupedia: www.regupedia.de

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