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Payment Status Report for Credit Transfer (CRJ)

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Definition des Begriffs

CRJ (Payment Status Report for Credit Transfer) ist eine EBICS-Auftragsart (Electronic Banking Internet Communication Standard) zum Abrufen von Statusberichten über initiierte Überweisungen. Die Auftragsart dient dem Download von pain.002-Nachrichten (Customer Payment Status Report) nach ISO 20022, die von Kreditinstituten an ihre Kunden gesendet werden. Diese Statusberichte informieren über die Verarbeitung zuvor übermittelter Überweisungsaufträge im Format pain.001 (Customer Credit Transfer Initiation) und geben Auskunft über Annahme, Ablehnung oder Bearbeitungsstatus der Transaktionen. CRJ ist als Download-Auftragsart klassifiziert und ermöglicht es Unternehmen und Bankkunden, automatisiert Rückmeldungen zu ihren SEPA-Überweisungen abzurufen.

 

Verwendung und Funktion

CRJ wird im Rahmen der elektronischen Kunde-Bank-Kommunikation über EBICS eingesetzt. Typische Anwendungsfälle umfassen:

  • Abruf von Statusberichten nach Einreichung von SEPA Credit Transfers (SCT) und SEPA Instant Credit Transfers (SCT Inst)
  • Bestätigung der technischen Annahme oder Ablehnung von Überweisungen durch die Bank
  • Rückmeldung über fehlerhafte oder unvollständige Zahlungsaufträge
  • Monitoring und Nachverfolgung des Zahlungsstatus in Treasury-Management-Systemen (TMS) oder ERP-Systemen

Die pain.002-Nachricht, die über CRJ abgerufen wird, enthält Statusinformationen auf Gruppen- oder Transaktionsebene. Häufige Statuscodes sind ACTC (Accepted Technical Correct), RJCT (Rejected), RCVD (Received) und PDNG (Pending). Bei Ablehnung werden spezifische Ablehnungsgründe (Reason Codes) übermittelt, die eine gezielte Fehlerkorrektur ermöglichen.

 

Aufbau und Inhalt

Eine über CRJ abgerufene pain.002-Nachricht basiert auf dem ISO 20022-Standard und enthält folgende wesentliche Informationen:

  • Original Payment Information Identification: Referenz zur ursprünglichen pain.001-Nachricht
  • Group Status: Status auf Gruppenebene (alle Transaktionen einer Nachricht)
  • Transaction Status: Status einzelner Transaktionen innerhalb der Gruppe
  • Status Reason: Detaillierte Ablehnungsgründe oder Fehlerinformationen
  • Original Transaction Reference: Referenz zur ursprünglichen Transaktion (z. B. End-to-End-ID)

Die Nachrichtenversionen pain.002.002.02, pain.002.001.03 und pain.002.001.10 sind im SEPA-Raum gebräuchlich, wobei neuere Versionen zusätzliche Funktionen und erweiterte Statuscodes unterstützen.

 

Relevanz

CRJ ist unverzichtbar für die automatisierte Verarbeitung von Zahlungsverkehrsprozessen. Durch den Abruf von Statusberichten können Unternehmen ihre Liquiditätsplanung optimieren, fehlerhafte Transaktionen frühzeitig erkennen und Korrekturmaßnahmen einleiten. Die Integration von CRJ in Treasury- und ERP-Systeme ermöglicht Straight Through Processing (STP) und reduziert manuelle Nachbearbeitungen. Für Banken ist die Bereitstellung von pain.002 über CRJ eine regulatorische Anforderung im SEPA-Zahlungsverkehr.

 

Besonderheiten

CRJ ist spezifisch für Überweisungen (Credit Transfers). Für Lastschriften (Direct Debits) existiert die parallele Auftragsart CRZ (Payment Status Report for Direct Debit). Die Verwendung von CRJ setzt eine EBICS-Anbindung zwischen Kunde und Bank voraus. Im Rahmen der ISO 20022-Migration müssen Banken und Unternehmen sicherstellen, dass ihre Systeme die aktuellen pain.002-Versionen unterstützen.

 

 

Weiterführende Details, regulatorische Vorgaben und Methodikbeschreibungen finden Sie auf Regupedia: www.regupedia.de

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