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climate-realted financial risks (CRFRs)

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Definition des Begriffs

CRFRs, ausgeschrieben Climate-related Financial Risks, bezeichnen klimabezogene Finanzrisiken. Der Begriff umfasst Risiken, die aus dem Klimawandel, aus klimapolitischen Maßnahmen, aus technologischen Veränderungen oder aus veränderten Marktpräferenzen entstehen und die Finanzlage von Unternehmen oder Finanzinstituten beeinflussen können. Als Verfahren wird CRFRs im Risikomanagement, in der Aufsicht und in der Offenlegung verwendet, um diese Risiken systematisch zu identifizieren, zu bewerten, zu steuern und über sie zu berichten. Die Betrachtung ist risikobasiert und verbindet qualitative Einschätzungen mit quantitativen Kennzahlen, etwa Exponierungen gegenüber emissionsintensiven Sektoren, Standortdaten oder Laufzeiten von Finanzierungen. Die rechtliche Verankerung ergibt sich unter anderem aus bankaufsichtlichen Anforderungen an das Risikomanagement, aus Offenlegungspflichten zur Nachhaltigkeit und aus Vorgaben zur Unternehmensberichterstattung.

 

Vorkommen und Verwendung

CRFRs kommen vor allem bei Banken, Versicherern, Asset-Managern, Emittenten und beaufsichtigten Finanzmarktteilnehmern vor. Die Analyse erfolgt regelmäßig im Rahmen von Strategie, Governance, Risikotragfähigkeit, Stresstests und Berichterstattung. Typische Datenquellen sind Kundeninformationen, Branchenklassifizierungen, geografische Risikokarten, Emissionsdaten und Szenarien zur Temperaturentwicklung. Zentrale Prüffelder sind:

  1. Physische Risiken: Schäden durch Hitze, Dürre, Überschwemmungen, Stürme oder langfristige Klimaveränderungen.
  2. Transitionsrisiken: Belastungen durch CO₂-Preise, Regulierung, technologische Umstellungen oder Nachfrageverschiebungen.
  3. Haftungsrisiken: mögliche finanzielle Folgen aus Rechtsstreitigkeiten, Prospekthaftung oder fehlerhafter Nachhaltigkeitskommunikation.

 

Relevanz

CRFRs beeinflussen Kreditrisiko, Marktrisiko, Liquiditätsrisiko, operationelles Risiko und Geschäftsmodellrisiko. Für Institute können sie zu höheren Risikovorsorgebeträgen, angepassten Sicherheitenwerten, strengeren Kreditvergabestandards oder zusätzlichen Kapitalanforderungen führen. Für Unternehmen erhöhen sie die Bedeutung belastbarer Klimadaten, nachvollziehbarer Szenarioanalysen und konsistenter Übergangspläne. Sie unterstützen außerdem die Beurteilung, ob Strategie und Kapitalplanung mit einem geordneten Übergang zu einer emissionsärmeren Wirtschaft vereinbar sind. In der Aufsicht dienen CRFRs als Grundlage für Erwartungen an Leitungsorgane, interne Kontrollen und die Integration von Nachhaltigkeitsrisiken in bestehende Risikoarten.

 

Beispiel/Synonyme oder verwandte Begriffe

Verwandte Begriffe sind:

  • Klimarisiken: Oberbegriff für physische Risiken und Übergangsrisiken.
  • ESG-Risiken: Umwelt-, Sozial- und Governance-Risiken mit finanzieller Wirkung.
  • Sustainable Finance: Finanzierungsansatz, der Nachhaltigkeitsfaktoren in Entscheidungen einbezieht.
  • Klimastresstest: szenariobasierte Prüfung der Widerstandsfähigkeit gegenüber Klimarisiken.

 

Weitere Informationen

Relevante Bezugspunkte sind die Eigenkapitalanforderungen für Banken, aufsichtliche Leitlinien zu Klima und Umweltrisiken, Offenlegungsstandards der Nachhaltigkeitsberichterstattung und internationale Empfehlungen zu klimabezogenen Finanzinformationen. Für die praktische Umsetzung sind klare Verantwortlichkeiten, dokumentierte Methoden, Datenqualität, Wesentlichkeitsanalysen und prüfbare Annahmen wesentlich. Regelmäßige Aktualisierung ist nötig, weil Daten und Annahmen dynamisch bleiben.

 

 

Weiterführende Details, regulatorische Vorgaben und Methodikbeschreibungen finden Sie auf Regupedia: www.regupedia.de

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