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Committee on Payment and Settlement Systems (CPSS)

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Definition des Begriffs

CPSS steht für Committee on Payment and Settlement Systems. Der Ausschuss war ein internationales Zentralbankgremium bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in Basel. Er wurde 1990 von den Zentralbankgouverneuren der G10-Staaten eingerichtet und führte Arbeiten zu Zahlungsverkehr, Clearing und Wertpapierabwicklung fort. Rechtlich handelte es sich nicht um eine Aufsichtsbehörde mit unmittelbarer Eingriffsbefugnis, sondern um ein kooperatives Standardsetzungsgremium der Zentralbanken. Im September 2014 wurde das CPSS in Committee on Payments and Market Infrastructures, kurz CPMI, umbenannt und erhielt ein erweitertes Mandat für Zahlungsverkehr und Finanzmarktinfrastrukturen.

 

Aufgaben

Das CPSS befasste sich mit Sicherheit und Effizienz von Zahlungs- und Abwicklungssystemen. Zentrale Aufgaben waren:

  • Analyse systemischer Risiken in Zahlungssystemen und Wertpapierabwicklung.
  • Entwicklung internationaler Standards, Grundsätze und Bewertungsmethoden.
  • Förderung der Zusammenarbeit zwischen Zentralbanken und Aufsichtsstellen.
  • Beobachtung technischer und marktbezogener Entwicklungen im Zahlungsverkehr.
  • Veröffentlichung von Berichten zu Großbetragszahlungen, Massenzahlungen, Devisenabwicklung und Finanzmarktinfrastrukturen.

Ein wichtiger Arbeitsschwerpunkt war die Verringerung von Erfüllungs-, Liquiditäts- und operationellen Risiken in vernetzten Marktinfrastrukturen.

 

Zuständigkeiten

Das CPSS hatte keine direkte Zuständigkeit für einzelne Institute oder Marktteilnehmer. Seine Zuständigkeit lag in der internationalen Koordination und Standardentwicklung. Thematische Bereiche waren insbesondere:

  • systemrelevante Zahlungssysteme,
  • Wertpapierabwicklungssysteme und Zentralverwahrer,
  • zentrale Gegenparteien in Zusammenarbeit mit Wertpapieraufsichten,
  • Devisenabwicklungsrisiken und Payment versus Payment,
  • Grundsätze für Überwachung, Governance und Risikomanagement.

Nationale Zentralbanken und Aufsichtsbehörden nutzten die CPSS-Standards als Grundlage für eigene Überwachungs- und Regelungsansätze.

 

Relevanz

Das CPSS prägte die internationale Regulierung von Zahlungs- und Abwicklungssystemen erheblich. Seine Standards verbesserten die Vergleichbarkeit aufsichtlicher Erwartungen und unterstützten die Stabilität grenzüberschreitender Finanzmarktprozesse. Besonders relevant waren die Arbeiten zu Core Principles for Systemically Important Payment Systems und die gemeinsam mit IOSCO entwickelten Principles for Financial Market Infrastructures. Diese Grundsätze wirken über das heutige CPMI fort und beeinflussen weiterhin Banken, Zentralverwahrer, zentrale Gegenparteien und Zahlungsinfrastrukturen.

 

Besonderheiten

Das CPSS war durch seine institutionelle Nähe zu Zentralbanken und zur Bank für Internationalen Zahlungsausgleich geprägt. Es setzte keine unmittelbar verbindlichen Gesetze, entwickelte aber Standards mit hoher praktischer Bedeutung für Aufsicht und Krisenfestigkeit. Die Umbenennung zu CPMI spiegelte den erweiterten Fokus auf Finanzmarktinfrastrukturen wider.

 

 

Weiterführende Details, regulatorische Vorgaben und Methodikbeschreibungen finden Sie auf Regupedia: www.regupedia.de

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