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Committee on Payments and Market Infrastructure (CPMI)

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Definition des Begriffs

Das Committee on Payments and Market Infrastructures, kurz CPMI, ist ein internationales Standardsetzungsgremium für Zahlungsverkehr, Clearing, Settlement und Finanzmarktinfrastrukturen. Es ist bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in Basel angesiedelt. Die Vorgängerstruktur wurde 1990 als Committee on Payment and Settlement Systems gegründet und 2014 in CPMI umbenannt. Mitglieder sind Zentralbanken wichtiger Volkswirtschaften. Das CPMI ist keine supranationale Aufsichtsbehörde und erlässt kein unmittelbar verbindliches Recht. Seine Wirkung entsteht durch internationale Standards, Berichte, Analysen und die Übernahme seiner Grundsätze in nationale und regionale Aufsichtsrahmen.

 

Aufgaben

Das CPMI fördert sichere, effiziente und widerstandsfähige Zahlungs- und Marktinfrastrukturen. Zentrale Aufgaben sind:

  • Entwicklung internationaler Standards für systemisch wichtige Zahlungssysteme, Wertpapierabwicklung, zentrale Gegenparteien und Transaktionsregister.
  • Analyse von Risiken im Zahlungsverkehr, Clearing und Settlement.
  • Beobachtung technologischer Entwicklungen, etwa Instant Payments, digitale Währungen, Stablecoins und grenzüberschreitende Zahlungen.
  • Unterstützung der Zusammenarbeit zwischen Zentralbanken, Aufsichtsbehörden und anderen internationalen Gremien.

 

Zuständigkeiten

Die Zuständigkeit des CPMI liegt in der fachlichen Koordinierung und Standardsetzung. Es beaufsichtigt keine Institute unmittelbar. Betroffen sind vor allem Zentralbanken, Betreiber von Finanzmarktinfrastrukturen, Zahlungsdienstleister, Clearinghäuser, Zentralverwahrer, Transaktionsregister und teilnehmende Finanzinstitute. Ein Schwerpunkt liegt auf Infrastrukturen, deren Störung systemische Folgen für Finanzmärkte, Liquidität oder Zahlungsabwicklung haben kann.

 

Relevanz

Das CPMI ist für Finanzstabilität bedeutsam, weil Zahlungs- und Abwicklungssysteme zentrale Verbindungen zwischen Banken, Kapitalmärkten und Realwirtschaft bilden. Seine Standards prägen Anforderungen an Governance, Risikomanagement, Liquidität, Sicherheiten, Ausfallverfahren, operationelle Resilienz und Transparenz. Besonders wichtig sind die gemeinsam mit IOSCO entwickelten Principles for Financial Market Infrastructures. Für Marktteilnehmer wirken CPMI-Arbeiten indirekt über Aufsichtspraxis, Regelwerke, Prüfungen und technische Marktstandards. Dadurch beeinflussen sie auch Kosten, Datenanforderungen, Notfallplanung und grenzüberschreitende Interoperabilität.

 

Besonderheiten

Kennzeichnend ist die enge Zentralbankperspektive des CPMI. Weitere Besonderheiten sind:

  • Verbindung von Zahlungsverkehrspolitik, Finanzstabilität und technischer Infrastrukturaufsicht.
  • Zusammenarbeit mit IOSCO, Basler Ausschuss, Finanzstabilitätsgremien und internationalen Organisationen.
  • Fokus auf praktischer Umsetzbarkeit, Vergleichbarkeit und Krisenfestigkeit.

Das CPMI veröffentlicht regelmäßig Berichte, Monitoring-Ergebnisse und methodische Hinweise, die nationale Behörden bei der Weiterentwicklung von Aufsichts- und Überwachungsrahmen unterstützen.

 

 

Weiterführende Details, regulatorische Vorgaben und Methodikbeschreibungen finden Sie auf Regupedia: www.regupedia.de

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