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Commercial Papers (CP)

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Definition des Begriffs

Commercial Papers (CP) sind kurzfristige, unbesicherte Schuldverschreibungen des Geldmarktes, die in der Regel als Inhaberpapiere begeben werden. Sie gehören zu den wichtigsten Geldmarktinstrumenten und dienen Unternehmen, Finanzinstituten und öffentlichen Emittenten zur Deckung kurzfristiger Finanzierungsbedürfnisse. Commercial Papers werden üblicherweise als Abzinsungspapiere (Zero Bonds) emittiert, das heißt, sie werden zu einem diskontierten Preis ausgegeben und bei Fälligkeit zum Nennwert zurückgezahlt. Die Differenz zwischen Ausgabepreis und Nennwert stellt die Verzinsung dar.

 

Merkmale und Struktur

  • Laufzeit: Typischerweise zwischen 1 und 270 Tagen, durchschnittlich 30 bis 50 Tage. In den USA dürfen Commercial Papers maximal 270 Tage laufen, um von der Registrierungspflicht bei der SEC befreit zu sein.
  • Besicherung: In der Regel unbesichert, weshalb nur Emittenten mit erstklassiger Bonität (meist AAA oder AA Rating) am Markt erfolgreich platzieren können.
  • Stückelung: Mindestbetrag meist ab 100.000 US-Dollar oder Euro.
  • Emission: Erfolgt direkt durch große Unternehmen oder indirekt über Banken und Dealer.
  • Zinssatz: Liegt üblicherweise unter der Prime Rate und orientiert sich am jeweiligen Geldmarktzinsniveau.

 

Emittenten und Investoren

Emittenten sind vorwiegend große Unternehmen mit hoher Bonität, Finanzinstitute sowie öffentliche Emittenten. Häufig werden Commercial Paper Programme aufgelegt, die ein wiederkehrendes Emissionsvolumen ermöglichen und Flexibilität bei der Kapitalbeschaffung bieten.

Investoren sind institutionelle Anleger wie Money Market Funds, Versicherungen, Pensionsfonds, Banken sowie vermögende Privatpersonen. Diese Investoren schätzen die kurze Laufzeit, die hohe Liquidität und das vergleichsweise geringe Ausfallrisiko bei bonitätsstarken Emittenten.

 

Bedeutung und Marktentwicklung

Commercial Papers haben ihren Ursprung in den USA, wo sie seit dem 19. Jahrhundert genutzt werden. Heute spielen sie eine zentrale Rolle auf den nationalen und internationalen Geldmärkten. Am Euro-Geldmarkt werden sie als Euro Commercial Papers (ECP) gehandelt. Sie bieten Emittenten eine kostengünstige Alternative zu Bankkrediten und ermöglichen eine flexible, bedarfsorientierte Liquiditätssteuerung.

 

Sekundärmarkt

Da Commercial Papers in der Regel nicht börsennotiert sind, existiert kein regulärer Sekundärmarkt. Der Handel erfolgt außerbörslich (Over-the-Counter, OTC), wobei die Liquidität begrenzt sein kann. Investoren halten Commercial Papers meist bis zur Fälligkeit.

 

 

Weiterführende Details, regulatorische Vorgaben und Methodikbeschreibungen finden Sie auf Regupedia: www.regupedia.de

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