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Commercial Mortgage Backed Securities (CMBS)

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Definition des Begriffs

Commercial Mortgage Backed Securities, abgekürzt CMBS, sind handelbare Wertpapiere, deren Zahlungsströme aus einem Pool gewerblicher Immobilienkredite stammen. Die besicherten Darlehen beziehen sich typischerweise auf Bürogebäude, Einzelhandelsobjekte, Hotels, Logistikflächen oder gemischt genutzte Immobilien. Kreditgeber bündeln Forderungen und übertragen sie meist auf eine Zweckgesellschaft, die Wertpapiere an Investoren emittiert. Zinszahlungen und Tilgungen der Kreditnehmer werden nach einer festgelegten Zahlungsreihenfolge an die Inhaber der Tranchen weitergeleitet. CMBS sind eine Unterform der Mortgage Backed Securities und gehören zu den Asset Backed Securities. Der rechtliche Rahmen ergibt sich aus Verbriefungsrecht, Prospektrecht, Bankaufsichtsrecht und den jeweiligen nationalen Immobilien- und Sicherheitenregeln.

 

Vorkommen und Verwendung

CMBS werden vor allem in entwickelten Immobilien- und Kapitalmärkten eingesetzt, in denen großvolumige Gewerbeimmobilienkredite standardisiert dokumentiert und bewertet werden können. Emissionen enthalten häufig mehrere Tranchen mit unterschiedlicher Rangfolge, Bonität, Verzinsung und Verlusttragung. Beteiligte Parteien sind Originatoren, Servicer, Treuhänder, Ratingagenturen, Investoren und gegebenenfalls Liquiditätsgeber.

Kernbereiche sind:

  • Objektart, Standortqualität, Vermietungsstand, Mieterstruktur und Marktwert
  • Loan-to-Value, Debt Service Coverage Ratio, Laufzeit, Zinsbindung und Covenants
  • Zahlungswasserfall, Tranchierung, Besicherung, Überdeckung und Ausfallzuweisung
  • laufendes Reporting, Bewertungsgutachten, Servicing Berichte und Investoreninformationen

 

Relevanz

CMBS sind für Banken und andere Kreditgeber relevant, weil sie gewerbliche Immobilienfinanzierungen refinanzieren und Kreditrisiken kapitalmarktfähig machen können. Für Investoren bieten sie Zugang zu immobilienbesicherten Erträgen, verlangen aber eine genaue Analyse von Objektwerten, Cashflows, Mieterbonität und Marktliquidität. Risiken entstehen insbesondere durch Leerstand, sinkende Mieten, fallende Immobilienpreise, Anschlussfinanzierungsprobleme oder Konzentrationen auf einzelne Objekte. Besonders sensibel sind Einzelkreditverbriefungen, weil wenige Großkredite die gesamte Transaktion prägen können. In der Aufsicht sind Transparenz, Risikogewichtung, Due Diligence, Risikoretention und Stresstests zentrale Prüfpunkte.

 

Beispiel / Synonyme oder verwandte Begriffe

  • Commercial Mortgage Backed Security, Singularform eines CMBS
  • MBS, Oberbegriff für hypothekenbesicherte Wertpapiere
  • RMBS, Verbriefungen von Wohnimmobiliendarlehen
  • ABS, Oberbegriff für verbriefte Forderungen
  • Senior und Junior Tranche, Rangstufen mit unterschiedlicher Verlustbeteiligung

 

Weitere Informationen

Wichtige Bezüge bestehen zur europäischen Verbriefungsverordnung, zu Offenlegungspflichten, Prospektanforderungen und Eigenmittelregeln der CRR. Institute müssen Risiken aus CMBS angemessen identifizieren, bewerten, überwachen und berichten. Relevante Daten umfassen Mieten, Restlaufzeiten, Schuldendienst und Bewertungsannahmen. Bei einfachen, transparenten und standardisierten Verbriefungen können besondere Anforderungen und Erleichterungen gelten, sofern die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind. CMBS verbinden Gewerbeimmobilienfinanzierung, Kapitalmarktstrukturierung und aufsichtsrechtliches Risikomanagement.

 

 

Weiterführende Details, regulatorische Vorgaben und Methodikbeschreibungen finden Sie auf Regupedia: www.regupedia.de

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