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Central Rating Repository (CEREP)

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Definition des Begriffs

CEREP steht für Central Rating Repository, auf Deutsch zentrales Ratingregister. Es ist ein von der europäischen Wertpapieraufsicht betriebenes Informationssystem für Daten zu Kreditratings und zur historischen Ratingperformance. Das Register ordnet sich als Verfahren und Dateninfrastruktur in den europäischen Aufsichtsrahmen für Ratingagenturen ein. Zweck ist es, Transparenz über die Qualität, Stabilität und Ausfallhistorie von Ratings zu schaffen. Die rechtliche Grundlage liegt in der europäischen Ratingverordnung, die Ratingagenturen zu Registrierung, Aufsicht und regelmäßiger Datenübermittlung verpflichtet. CEREP ergänzt damit die laufende Aufsicht über Credit Rating Agencies und unterstützt Marktteilnehmer bei der Einordnung veröffentlichter Ratings.

 

Vorkommen und Verwendung

CEREP wird im Umfeld der europäischen Ratingaufsicht verwendet. Registrierte oder zertifizierte Ratingagenturen übermitteln strukturierte Informationen zu ihren Ratings, Ratingänderungen und Ausfällen. Die Daten werden für aggregierte Statistiken, Vergleichsansichten und Analysen der Ratingperformance genutzt. Das Verfahren betrifft vor allem Ratings von Unternehmen, Staaten, strukturierten Finanzierungen und anderen Finanzinstrumenten.

Typische Auswertungsbereiche sind:

  1. Ratingkategorien, etwa Unternehmensratings, Staatsratings oder strukturierte Finanzierungen
  2. Übergangsmatrizen, die Wechsel zwischen Ratingklassen über bestimmte Zeiträume zeigen
  3. Ausfallraten, also der Anteil ausgefallener Emittenten oder Instrumente innerhalb einer Ratingklasse
  4. Rücknahmen und Änderungen von Ratings, soweit sie für die Performanceanalyse relevant sind
  5. Vergleichsdaten über Ratingagenturen hinweg, ohne die Verantwortung der einzelnen Agentur für ihre Ratingmethodik zu ersetzen

 

Relevanz

CEREP erhöht die Nachvollziehbarkeit von Kreditratings im europäischen Finanzmarkt. Ratingnutzer erhalten einen besseren Überblick darüber, wie sich Ratings historisch entwickelt haben und wie häufig bestimmte Ratingklassen mit Ausfällen verbunden waren. Für beaufsichtigte Ratingagenturen entsteht eine standardisierte Meldepflicht, die Datenqualität, Governance und interne Kontrollen betrifft. Für Aufsichtsbehörden liefert das Register eine Grundlage zur Marktüberwachung, zur Erkennung von Auffälligkeiten und zur Bewertung langfristiger Ratingtrends.

 

Beispiel/Synonyme oder verwandte Begriffe

Verwandte Begriffe sind:

  • Credit Rating Agency, Ratingagentur mit aufsichtsrechtlicher Registrierung oder Zertifizierung
  • Ratingperformance, statistische Entwicklung von Ratings und Ausfällen
  • Übergangsmatrix, Darstellung von Ratingmigrationen zwischen Ratingstufen
  • Ausfallrate, Kennzahl zur Häufigkeit von Zahlungsausfällen in einer Ratingklasse

 

Weitere Informationen

CEREP steht im Zusammenhang mit der Verordnung (EG) Nr. 1060/2009 über Ratingagenturen und den dazugehörigen technischen Meldeanforderungen. Die europäische Aufsicht verarbeitet die gemeldeten Daten, veröffentlicht aggregierte Informationen und verbindet CEREP funktional mit weiteren Datenbeständen zur Aufsicht über Ratingagenturen.

 

 

Weiterführende Details, regulatorische Vorgaben und Methodikbeschreibungen finden Sie auf Regupedia: www.regupedia.de

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