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Commission Expert Group on Banking, Payments and Insurance (CEGBPI)

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Definition des Begriffs

CEGBPI bezeichnet die Commission Expert Group on Banking, Payments and Insurance. Die Expertengruppe wird im Register der Europäischen Kommission als Commission Expert Group on Banking, Payments and Insurance, E02885, geführt und im Arbeitskontext häufig als Expert Group on Banking, Payments and Insurance, EGBPI, bezeichnet. Sie ist ein beratendes Gremium der Europäischen Kommission im Bereich Banken, Zahlungsverkehr und Versicherungen. Die Gruppe ist bei der Generaldirektion Finanzstabilität, Finanzdienstleistungen und Kapitalmarktunion angesiedelt und unterstützt die Kommission mit Fachwissen aus den Mitgliedstaaten. Eine Veröffentlichung im Register der Expertengruppen erfolgte am 21. Februar 2013. Die Tätigkeit ist in die Transparenzregeln der Kommission für Expertengruppen eingebettet.

 

Aufgaben

CEGBPI unterstützt die Kommission bei fachlichen und rechtlichen Vorarbeiten zu Finanzmarktregulierung. Zu den Kernaufgaben gehören:

  • Beratung bei der Vorbereitung delegierter Rechtsakte.
  • Fachliche Diskussion von Entwürfen, Umsetzungsfragen und politischen Initiativen.
  • Austausch zu Bankenaufsicht, Zahlungsverkehr, Versicherungsaufsicht und Kapitalmarktunion.
  • Einordnung technischer Rückmeldungen aus den Mitgliedstaaten.
  • Unterstützung der Kohärenz zwischen Regelungsbereichen und nationaler Verwaltungspraxis.

Die Gruppe trifft keine endgültigen politischen Entscheidungen, sondern liefert Expertise für Kommissionsdienststellen.

 

Zuständigkeiten

Die Zuständigkeit betrifft vor allem Dossiers aus dem Finanzdienstleistungsrecht. Dazu zählen Regelungen zu Banken, Zahlungsdiensten, Versicherungen, Abwicklung, Verbraucherschutz im Finanzbereich, Finanzmarktinfrastrukturen und angrenzenden Fragen der Kapitalmarktunion, soweit die Kommission fachliche Beratung benötigt. Die Zusammensetzung beruht auf Experten, die von EU-Mitgliedstaaten benannt werden. Sitzungen können in unterschiedlichen Formationen stattfinden, etwa zu Zahlungen, Banken oder Versicherungen. Beobachter und weitere Stellen können je nach Mandat und Sitzung einbezogen werden.

 

Relevanz

CEGBPI ist für den Finanzmarkt relevant, weil delegierte Rechtsakte und technische Vorarbeiten häufig zentrale Einzelheiten europäischer Regulierung prägen. Dazu gehören Definitionen, Schwellenwerte, Meldeanforderungen, Übergangsfragen und praktische Umsetzungsfragen. Für Institute, Zahlungsdienstleister und Versicherer können Ergebnisse solcher Beratungen mittelbar Einfluss auf künftige Pflichten, Aufsichtspraxis und nationale Umsetzungsschritte haben. Die Gruppe stärkt den Informationsfluss zwischen Kommission und Mitgliedstaaten und unterstützt eine möglichst konsistente Anwendung europäischer Finanzmarktregeln.

 

Besonderheiten

CEGBPI ist keine Aufsichtsbehörde und erlässt keine verbindlichen Entscheidungen. Besonders ist die Rolle als Schnittstelle zwischen europäischer Gesetzgebungsvorbereitung und nationaler Verwaltungsexpertise. Die Arbeitsweise ist durch Registereinträge, Tagesordnungen, Sitzungsunterlagen und Transparenzvorgaben dokumentiert. Dadurch unterscheidet sich die Gruppe von formellen Gesetzgebungsorganen, bleibt aber für die Ausgestaltung regulatorischer Detailfragen bedeutsam.

 

 

Weiterführende Details, regulatorische Vorgaben und Methodikbeschreibungen finden Sie auf Regupedia: www.regupedia.de

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