Definition des Begriffs
Ein Certificate of Deposit (CD), zu Deutsch Einlagenzertifikat oder Depositenzertifikat, ist ein von Kreditinstituten emittiertes, auf den Inhaber lautendes Wertpapier, das die Entgegennahme einer Termineinlage bestätigt und die Rückzahlung des Kapitals zuzüglich vereinbarter Zinsen nach Ablauf einer festgelegten Laufzeit verbrieft. Als Geldmarktinstrument dient das CD der kurzfristigen Liquiditäts- und Kapitalanlage und unterscheidet sich von klassischen Festgeldanlagen durch seine Handelbarkeit am Sekundärmarkt. CDs werden als Inhaberpapiere ausgegeben und sind formlos übertragbar, wodurch sich über Broker ein liquider Sekundärmarkt für verbriefte Termineinlagen entwickelt hat. Sie können als Abzinsungspapiere oder mit einem Nominalzins ausgestattet sein.
Vorkommen und Verwendung
CDs wurden Anfang der 1960er Jahre von US-amerikanischen Banken zur Umgehung der damaligen Habenzinsbeschränkungen (Regulation Q) entwickelt und 1966 am Euro-Geldmarkt eingeführt. In Deutschland ließ die Deutsche Bundesbank CDs erst 1986 zum Handel zu. Sie sind heute etablierte Instrumente des Geldmarkts.
Laufzeiten:
Verzinsung:
CDs sind entweder mit einem festen Nominalzins ausgestattet oder als Abzinsungspapiere konzipiert, bei denen der Zins durch die Differenz zwischen Nennwert und Ausgabepreis realisiert wird.
Merkmale und Eigenschaften
Relevanz und Bedeutung
CDs spielen eine wichtige Rolle als kurzfristiges Refinanzierungsinstrument für Banken und als flexible Anlageform für institutionelle und private Investoren. Sie ermöglichen eine Kombination aus attraktiver Verzinsung und jederzeitiger Verwertbarkeit über den Sekundärmarkt. Im Vergleich zu klassischen Termineinlagen bieten CDs höhere Flexibilität bei geringfügig niedrigeren Zinssätzen. Money Market Funds nutzen CDs als Anlageprodukt zur Portfoliodiversifikation.
Abgrenzung und verwandte Begriffe
Synonym: Einlagenzertifikat, Depositenzertifikat
Verwandte Begriffe:
Weitere Informationen
CDs unterliegen den allgemeinen Regelungen für Inhaberschuldverschreibungen und werden im Rahmen des Geldmarkthandels genutzt. In Deutschland sind sie Teil des regulierten Geldmarktsegments.
Weiterführende Details, regulatorische Vorgaben und Methodikbeschreibungen finden Sie auf Regupedia: www.regupedia.de
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