Definition des Begriffs
Der Business Identifier Code, kurz BIC, ist ein international standardisierter Identifikationscode für Finanzinstitute und andere Geschäftseinheiten im Zahlungsverkehr. Er wird umgangssprachlich häufig als Bank Identifier Code bezeichnet, weil er ursprünglich vor allem Banken eindeutig kennzeichnete. Der BIC ist in der Norm ISO 9362 geregelt und wird im globalen SWIFT-Netzwerk für die adressierte Übermittlung von Finanznachrichten verwendet. Zweck des Codes ist die eindeutige Zuordnung einer Nachricht oder Zahlung zu einem Institut, einem Land, einem Standort und gegebenenfalls einer Filiale.
Vorkommen und Verwendung
Der BIC kommt bei grenzüberschreitenden Zahlungen, Wertpapierabwicklungen, Korrespondenzbankbeziehungen und regulatorischen Meldestrecken vor. Er wird von Banken, Zahlungsdienstleistern, Wertpapierfirmen, Zentralverwahrern, Clearingstellen und Unternehmen genutzt, sofern eindeutige technische Adressierung erforderlich ist. Ein BIC besteht aus acht oder elf Zeichen.
Kernbereiche der Verwendung sind:
Relevanz
Der BIC reduziert Verwechslungsrisiken im Zahlungsverkehr und unterstützt die automatisierte Verarbeitung von Finanznachrichten. Zusammen mit der IBAN, der International Bank Account Number, erleichtert er die Zuordnung von Zahlungskonto und Finanzinstitut. Für Institute ist der BIC relevant für Nachrichtenrouting, Stammdatenqualität, Sanktionsscreening, Zahlungsprüfung und die Abstimmung mit Korrespondenzbanken. Fehlerhafte oder veraltete Codes können Rückgaben, Verzögerungen oder manuelle Nachbearbeitung auslösen. Im europäischen SEPA-Zahlungsverkehr ist der BIC für viele Kundenzahlungen nicht mehr als Eingabe erforderlich, bleibt jedoch für Interbankenprozesse, internationale Zahlungen und Referenzdaten bedeutsam.
Beispiel/Synonyme oder verwandte Begriffe
Ein vollständiger BIC kann aus Institutskennzeichen, Länderkennung, Standortkennung und Filialkennung bestehen. Verwandte Begriffe sind:
Weitere Informationen
Die formale Grundlage des BIC liegt in ISO 9362. SWIFT fungiert als Registration Authority und veröffentlicht BIC-Daten über vorgesehene Verzeichnisse. Für Finanzmarktteilnehmer ist entscheidend, dass BIC-Daten aktuell gehalten und mit Kontodaten, Institutsstammdaten sowie regulatorischen Meldesystemen konsistent sind. In Aufsichtsprozessen, Zahlungsverkehrsprozessen und Wertpapierprozessen wird der BIC häufig mit weiteren Identifikatoren kombiniert, um technische Erreichbarkeit, rechtliche Einheit und Abwicklungskonto voneinander abzugrenzen. Änderungen durch Fusionen, Umfirmierungen, Standortwechsel oder Filialschließungen erfordern eine kontrollierte Stammdatenpflege und Kommunikation an beteiligte Marktteilnehmer.
Weiterführende Details, regulatorische Vorgaben und Methodikbeschreibungen finden Sie auf Regupedia: www.regupedia.de
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