Definition des Begriffs
Assets under Management, kurz AuM, bezeichnet das von einem Finanzunternehmen verwaltete Vermögen. Der Begriff wird im Deutschen meist als verwaltetes Vermögen oder betreutes Kundenvermögen übersetzt. AuM ist keine einzelne gesetzliche Kennzahl mit einheitlicher Berechnung für alle Marktsegmente, sondern eine zentrale Messgröße in Vermögensverwaltung, Fondsmanagement, Private Banking und Asset Servicing. Zweck ist die Darstellung des Umfangs der Vermögenswerte, für die ein Institut Anlageentscheidungen trifft, Beratungsleistungen erbringt oder administrative Verantwortung übernimmt. Je nach Kontext umfasst AuM Fondsvermögen, Mandate, Portfolios, Wertpapierbestände, Liquidität und weitere Anlageklassen.
Vorkommen und Verwendung
AuM wird von Kapitalverwaltungsgesellschaften, Asset Managern, Banken, Wertpapierinstituten, Versicherern, Pensionskassen und FinTechs verwendet. Die Kennzahl erscheint in Geschäftsberichten, regulatorischen Meldungen, Vergütungsmodellen, Risikoberichten und Marktanalysen. Sie kann brutto oder netto, konzernweit oder pro Produktlinie, zum Stichtag oder als Durchschnittswert ausgewiesen werden. Typische Anwendungsbereiche sind:
Relevanz
AuM beeinflusst Ertragskraft, Marktstellung und operative Anforderungen eines Finanzdienstleisters. Steigende AuM können höhere Gebühreneinnahmen, Skaleneffekte und größere Marktwirkung bedeuten. Sinkende AuM können durch Mittelabflüsse, Marktverluste, Währungseffekte oder Mandatskündigungen entstehen. Für Aufsicht und Anleger ist wichtig, wie die Kennzahl definiert, konsolidiert und abgegrenzt wird. Unterschiedliche Methoden können die Vergleichbarkeit einschränken, besonders bei Doppelzählungen, Dachfonds, Beratungsmandaten oder nicht diskretionären Vermögen.
Beispiel / Synonyme oder verwandte Begriffe
Ein Asset Manager verwaltet mehrere Investmentfonds und institutionelle Spezialmandate. Der Marktwert dieser Portfolios zum Quartalsende bildet die ausgewiesenen AuM, sofern die internen Definitionen diese Bestände einbeziehen.
Weitere Informationen
Relevante Bezüge bestehen zu UCITS, AIFMD, MiFID II, nationalem Investmentrecht, Rechnungslegung und Offenlegungspflichten. Bei Kapitalverwaltungsgesellschaften können AuM für Schwellenwerte, Eigenmittelanforderungen, Risikomanagement und Berichtspflichten Bedeutung haben. Eine belastbare AuM-Angabe benötigt klare Bewertungsstichtage, Marktpreise, Wechselkurse, Konsolidierungsregeln und Kontrollen zur Vermeidung von Mehrfacherfassungen. In Stressphasen zeigen AuM Veränderungen, ob Verluste, Rückgaben oder Liquiditätsmaßnahmen die Geschäfts- und Risikosituation prägen.
Weiterführende Details, regulatorische Vorgaben und Methodikbeschreibungen finden Sie auf Regupedia: www.regupedia.de
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