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Delegierte Verordnung (EU) 2017/565 der Kommission vom 25. April 2016 zur Ergänzung der Richtlinie 2014/65/EU des Europäischen Parlaments und des Rates in Bezug auf die organisatorischen Anforderungen an Wertpapierfirmen und die Bedingungen für die Ausübung ihrer Tätigkeit sowie in Bezug auf die Definition bestimmter Begriffe für die Zwecke der genannten Richtlinie

Die vorliegende delegierte Verordnung der Kommission beruht auf insgesamt 19 Mandaten aus der Richtlinie 2014/65/EU (MiFID II). Die hier enthaltenen Regelungen beziehen sich insbesondere auf:

  • Befreiungsregelungen,
  • organisatorische Anforderungen für Wertpapierfirmen,
  • Datenbereitstellungsdienste,
  • Wohlverhaltensregeln bei der Erbringung von Wertpapierdienstleistungen,
  • die kundengünstigste Ausführung von Aufträgen,
  • die Bearbeitung von Kundenaufträgen,
  • die KMU-Wachstumsmärkte,
  • die Grenzwerte, ab denen die Pflichten zur Meldung von Positionen gelten, und
  • die Kriterien, nach denen sich bestimmt, ob die Geschäfte eines Handelsplatzes in einem Aufnahmemitgliedstaat als von wesentlicher Bedeutung für das Funktionieren der Wertpapiermärkte und den Anlegerschutz angesehen werden können.

In den Anhängen erfolgt eine Auflistung 

  • der Aufzeichnungen, die abhängig von der Art ihrer Tätigkeiten von Wertpapierfirmen aufbewahrt werden müssen
  • der festgestellten Kosten, die einen Teil der den Kunden mitzuteilenden Kosten bilden soll
  • der Signale, aufgrund derer Betreiber von Handelsplätzen verpflichtet sind, ihre zuständigen nationalen Behörden unverzüglich zu informieren (41 Signale)
  • aufzuzeichnenden Informationen im Zusammenhang mit Kundenaufträgen und Handelsentscheidungen (16 Merkmale) sowie Geschäften und der Auftragsabwicklung (40 Merkmale)

© Europäische Kommission / ec.europa.eu


Hinweis:

Die Europäische Kommission plant eine Änderung des vorliegenden Rechtsakts im Hinblick auf die Definition von systematischen Internalisierern. Zum Steckbrief des Vorschlags.

Die finale Fassung der delegierten Verordnung im Hinblick auf die Definition von systematischen Internalisierern wurde am 13. Dezember 2017 im Amtsblatt der EU veröffentlicht. Zum Steckbrief des Dokuments.

Konsolidierte Fassung:
Die konsolidierte Fassung der delegierten Verordnung vom 31. März 2017 finden Sie hier.

Urheberschaft: Europäische Kommission
Land: Europa
Kategorie: Delegierte Verordnung
Status: in Kraft
Rubrik
Rubrikenübergreifende Regulierung
Anleger-/Verbraucherschutz
Bankenregulierung
Risikomanagement, Zulassung und Organisation
Kapitalmarktregulierung
Berichts-/Meldepflichten, Derivateaufsicht, Insider-/Marktmanipulationsrecht, Marktinfrastruktur, Wohlverhaltensregeln
Adressaten
Aufsichtsbehörden
Banken
Capital Markets, Compliance, IT/Organisation, Recht, Risikocontrolling, Vertrieb
Symbolische Darstellung der Relevanz als rote Ampel
Die vorliegende del. VO der Kommission greift gleich in mehrere Bereiche betroffener Institute ein. Die darin vorgenommenen Klarstellungen in Bezug auf verschiedene Begriffsdefinitionen (verschiedene Arten von Finanzinstrumenten wie Derivate und Geldmarktinstrumente, Anlageberatung und gelegentliche Erbringung von Wertpapierdienstleistungen) müssen in Zusammenarbeit der Bereiche Recht, Compliance und Capital Markets dahingehend untersucht werden, ob sie auf das jeweilige Institut zutreffen, da sich daraus weitere Pflichten unter der MiFID II ergeben. Es werden ferner Verfahren im Zusammenhang mit der Compliance-Funktion, dem Risikomanagement, Beschwerden, dem Outsourcing, Finanzanalysen und Emissionsdienstleistungen beschrieben, die von den Instituten umgesetzt und eingehalten werden müssen. Im Bereich der Aufzeichnungen schreibt die del. VO umfangreiche Aufzeichnungspflichten in der Anlageberatung und anderen Wertpapierdienstleistungen vor. Die bestehenden Aufzeichnungen sind mit der insgesamt 56 Merkmale umfassenden Liste der del. VO abzugleichen und gegebenenfalls zu erweitern. Dies erfolgt unter Zusammenarbeit der Bereiche Capital Markets (Aufzeichnung Wertpapierdienstleistungen), Vertrieb (Aufzeichnung Anlageberatung), IT (Datenmanagement) sowie der Kapitalmarktcompliance des Instituts (inhaltliche Unterstützung und anschließend Überwachung der Einhaltung der Aufzeichnungspflichten). Große Aufwände werden dabei insbesondere in der Umsetzung der in der del. VO konkretisierten Aufzeichnung telefonischer Kommunikation entstehen. Der Vertrieb sieht sich darüber hinaus mit einer Erweiterung der Berichtspflichten in der Anlageberatung konfrontiert. Mit Unterstützung der Rechtsabteilung sowie der Kapitalmarktcompliance müssen bestehende Lücken zur derzeitigen Kundeninformation identifiziert und durch eine Erweiterung/Anpassung bestehender Berichtsdokumente geschlossen werden. Auf den Bereich Capital Markets werden erweiterte Meldepflichten zukommen, die Warenderivate betreffen. Die del. VO legt fest, unter welchen Bedingungen und in welcher Form die Institute Meldungen zu Warenderivaten an die zuständigen Behörden abgeben müssen.
Kapitalmarktteilnehmer
Anlageberater, Datenbereitstellungsdienste, Handelsplätze
Symbolische Darstellung der Relevanz als rote Ampel
Unter den Kapitalmarktteilnehmern sind insbesondere Handelsplätze und Datenbereitstellungsdienste von dem konkretisierenden Rechtsakt betroffen. Für Handelsplätze ergibt sich aus den Regelungen eine 41 Punkte umfassende Liste mit Signalen für Marktstörungen und Marktmissbrauch, die sie überwachen müssen und bei deren Eintreten sie zu entsprechenden Behördenmeldungen verpflichtet sind. Es muss ein entsprechender Prozess zur Überwachung dieser Signale implementiert werden. Die del. VO legt auch fest, welche Behörde für den jeweiligen Handelsplatz zuständig ist. Für Datenbereitstellungsdienste beinhaltet die del. VO umfangreiche konkretisierende Regelungen zur Aufbereitung, Darstellung und Bereitstellung von Marktdaten sowie Vorgaben zur Ausgestaltung und Zulässigkeit von Preismodellen. Die del. VO führt bei ihnen demnach insbesondere im Datenmanagement (Beschaffung, Verarbeitung, Veröffentlichung) zu hohen Aufwänden.
Verabschiedung
25.04.2016
Datum
31.03.2017
Inkrafttreten
20.04.2017
Vgl. Artikel 91.
Letzte Änderung
02.08.2019
Implementierungsfrist
03.01.2018
vgl. Artikel 91 Abs. 2: Geltungsbeginn der Delegierten Verordnung.
(Rechts-)Grundlage des Dokuments
(Rechts-)Grundlage für weitere Rechtsakte/Dokumente

16.08.2019  –  Rundschreiben der BaFin: MaDepot

04.04.2019  –  Briefing der ESMA: MiFID II Supervisory Briefing zu Angemessenheit und execution-only

01.01.2018  –  Merkblatt der BaFin: Technische Fragen und Antworten zum Beschwerdebericht

19.12.2018  –  Statement der ESMA: Kundeninformationen bzgl. des Brexit gemäß MiFID II

13.11.2018  –  Aufsichtliche Instruktionen der ESMA: MiFID II Eignungsregeln

06.11.2018  –  Leitlinien der ESMA: Eignungsanforderungen nach MiFID II

11.09.2018  –  Rundschreiben der FMA: Organisationsrundschreiben WAG 2018

24.05.2018  –  Del. VO der Kommission: Änderung der Del. VO (EU) 2017/565 in Bezug auf Nachhaltigkeitsaspekte (Entwurf)

24.05.2018  –  Del. VO der Kommission: Änderung der Del. VO (EU) 2017/565 in Bezug auf KMUs (Entwurf)

29.08.2018  –  Leitfaden der FMA: IT-Sicherheit in Wertpapierdienstleistungsunternehmen und Wertpapierfirmen

16.05.2018  –  Konsultation der FMA: Rundschreiben über die Meldepflicht von persönlichen Geschäften von Mitarbeitern

09.05.2018  –  Hinweisschreiben der BaFin: Ausnahmeregelung für Devisentermingeschäfte

18.11.2016  -  Q&A der ESMA: Marktstrukturthemen unter MiFID II / MiFIR

13.07.2017  –  Konsultation der ESMA: Guidelines zu Eignungsanforderungen nach der MiFID II

28.08.2017  –  Del. VO der Kommission: Begriffsänderung Systematischer Internalisierer (Entwurf)

22.05.2018  –  Leitfaden der FMA: IT-Sicherheit in WPF und WPDLU (Entwurf)

Geänderte/aufgehobene Rechtsakte/Dokumente
Dokument geändert/ersetzt durch
Sonstige verbundene Dokumente

Drs. 340/19

02.08.2019  -  Liste der ESMA: Aktuelle Daten für die Berechnungen der Schwellenwerte für systematische Internalisierer

29.10.2018  –  Rundschreiben der FMA: Anforderungen an interne Kontrollmechanismen bezüglich Berichtspflichten

10.05.2019  -  Liste der ESMA: Aktuelle Daten für die Berechnungen der Schwellenwerte für systematische Internalisierer

31.03.2017  –  Del. VO der Kommission: Transparenz, Portfoliokomprimierung, Produktinterventionen, Positionen unter MiFIR

10.10.2016  –  Q&A der ESMA: Anlegerschutz unter MiFID II / MiFIR

15.04.2017  –  Fachartikel der BaFin: Systematische Internalisierung

16.02.2017  -  Präsentation der BaFin: Systematische Internalisierung

16.02.2017  -  Präsentation der BaFin: Organisierte Handelssysteme

16.02.2017  -  Präsentation der BaFin: Best Execution

09.05.2017  –  Referentenentwurf des BMF: Verordnung zur Änderung der Wertpapierdienstleistungs-Verhaltens- und Organisationsverordnung (WpDVerOV)

Management Summary

Kapitel I: Geltungsbereich und Begriffsbestimmungen

In diesem Kapitel sind der Gegenstand und der Geltungsbereich festgelegt, und es enthält Definitionen in Bezug auf:

  • das verbundene Konzept hinsichtlich der Ausnahme in Bezug auf Wertpapierdienstleistungen, die im Rahmen einer anderen beruflichen Tätigkeit gelegentlich erbracht werden;
  • Warenderivate, einschließlich Energiegroßhandelsprodukte, die effektiv geliefert werden müssen, Energiederivatkontrakte und Energiegroßhandelsprodukte, sonstige derivative Finanzinstrumente und Derivate gemäß Anhang I Abschnitt C Nummer 10 der Richtlinie 2014/65/EU;
  • die Umstände, unter denen andere Derivatkontrakte in Bezug auf Währungen als Finanzinstrumente betrachtet werden sollten, sowie die Bedeutung von Kassageschäften für Währungen, und es wird eine Beschreibung von Finanzkontrakten und von Kontrakten, die für die Leistung von Zahlungen eingesetzt werden, angegeben;
  • Anlageberatung,
  • Handelstransparenz und Marktstrukturregeln, einschließlich einer weiteren Spezifikation von Geldmarktinstrumenten und der Definition von systematischen Internalisierern in Bezug auf Eigenkapital- und Nichteigenkapitalinstrumente;
  • Handelskontrollen, einschließlich einer weiteren Spezifikation des algorithmischen Handels, der hochfrequenten algorithmischen Handelstechnik und des direkten elektronischen Zugangs.

Kapitel II: Organisatorische Anforderungen

Dieses Kapitel enthält die organisatorischen Anforderungen für Wertpapierfirmen, die Wertpapierdienstleistungen und Nebendienstleistungen erbringen. Dabei geht es insbesondere um Verfahren im Hinblick auf Fragen wie die Compliance-Funktion, das Risikomanagement, die Abwicklung von Beschwerden, persönliche Geschäfte, die Auslagerung und Interessenkonflikte, einschließlich der zusätzlichen organisatorischen Anforderungen an Emissions- oder Platzierungsdienstleistungen und die Erstellung und Verbreitung von Finanzanalysen.

Kapitel III: Bedingungen für die Ausübung der Tätigkeit von Wertpapierfirmen

Das Kapitel enthält Vorschriften für Wertpapierfirmen, die Wertpapierdienstleistungen oder Nebendienstleistungen für ihre Kunden erbringen. Dabei wird insbesondere festgelegt, welche Angaben bereitzustellen sind, um Kunden und potenzielle Kunden über beispielsweise Kundeneinstufung, Wertpapierdienstleistungen und Finanzinstrumente oder Kosten und Gebühren zu informieren. Mit der Richtlinie 2004/39/EU wurde bereits die Verpflichtung eingeführt, dass Wertpapierfirmen Kunden über die Risiken von Finanzinstrumenten, einschließlich des Risikos eines Gesamtverlusts der Anlage, unterrichten müssen. In dieser Verordnung wird präzisiert, dass diese Angaben auch eine Erläuterung der Risiken im Zusammenhang mit einer Insolvenz des Emittenten und damit verbundener Ereignisse (z. B. „Bail-In“) umfassen.

In diesem Kapitel wird ferner Folgendes spezifiziert:

  • Informationen an Kunden und potenzielle Kunden beispielsweise in Bezug auf die Kundeneinstufung, Wertpapierdienstleistungen und Finanzinstrumente oder zu Kosten und Gebühren,
  • die neuen Anforderungen bezüglich Anlageberatung sowie der Beurteilung der Eignung und Zweckmäßigkeit,
  • Berichtspflicht gegenüber Kunden,
  • Pflicht zur bestmöglichen Ausführung und die Anforderungen bezüglich der Bearbeitung von Kundenaufträgen,
  • Kriterien für die Behandlung als geeignete Gegenpartei,
  • Aufzeichnungspflichten, einschließlich neuer Regelungen bezüglich der Aufzeichnung von Telefongesprächen oder elektronischen Mitteilungen,
  • bestimmte Konzepte und Bedingungen, welche ein MTF erfüllen muss, um als ein KMU-Wachstumsmarkt registriert zu werden.

Kapitel IV: Betriebliche Verpflichtungen für Handelsplätze

In diesem Kapitel ist angegeben, unter welchen Umständen der Ausschluss eines Finanzinstruments vom Handel oder die Aussetzung des Handels mit einem Finanzinstrument einen erheblichen Schaden für die Interessen der Anleger verursachen würde. Zudem werden Umstände dargestellt, unter denen von einer wesentlichen Verletzung der Vorschriften eines Handelsplatzes oder von Systemstörungen in Bezug auf ein Finanzinstrument ausgegangen werden kann, sowie Umstände, unter denen Verhaltensweisen, die auf eine nach der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 (Marktmissbrauchsverordnung) verbotene Tätigkeit hindeuten, angenommen werden können.

Kapitel V: Positionsmeldung in Bezug auf Warenderivate

Dieses Kapitel enthält die Bedingungen, unter denen ein aggregierter Commitment of Traders Report auf einem bestimmten Warenderivat oder auf Emissionszertifikaten oder einem Derivat davon veröffentlicht wird. In diesem Kapitel sind die Grenzwerte in Bezug auf die Anzahl an Personen und ihre offenen Positionen angegeben, die veröffentlicht werden, wenn diese Grenzwerte überschritten werden.

Kapitel VI: Pflichten zur Bereitstellung von Daten für Datenbereitstellungsdienste

Dieses Kapitel enthält Spezifikationen zur Klarstellung der Pflicht von Datenbereitstellungsdiensten (genehmigte Veröffentlichungssysteme, APA, und Anbieter konsolidierter Datenticker, CTP), Marktdaten zu angemessenen kaufmännischen Bedingungen bereitzustellen, was zum Transparenzrahmen gemäß der Verordnung (EU) Nr. 600/2014 gehört. Diese Spezifikationen betreffen u. a. die Anforderung, dass Preise auf der Grundlage der entstandenen Kosten festzusetzen sind und eine vertretbare Spanne beinhalten dürfen, die nichtdiskriminierende Bereitstellung von Marktdaten, die Pflicht, Daten in ungebündelter und disaggregierter Form bereitzustellen, die Verpflichtung zu öffentlicher Transparenz hinsichtlich der Gebühren, andere Bedingungen sowie Methoden der Kostenrechnung. Die gleichen Regelungen gelten auch für Wertpapierfirmen und Marktbetreiber, die einen Handelsplatz betreiben, sowie für systematische Internalisierer gemäß MiFIR.

Kapitel VII: Zuständige Behörden

Dieses Kapitel enthält die Kriterien für die Bestimmung der Umstände, unter denen das Betreiben eines geregelten Marktes, eines MTF oder eines OTF in einem Aufnahmemitgliedstaat von wesentlicher Bedeutung ist, und für die Folgen hieraus. Dies hat derart zu erfolgen, dass ein Handelsplatz nicht verpflichtet wird, sich mit mehr als einer zuständigen Behörde ins Benehmen zu setzen bzw. ihr oder ihnen zu unterliegen, wenn dies ansonsten nicht der Fall wäre.

© Europäische Kommission / ec.europa.eu

Neu in Regupedia: 31.03.2017
Letztes Update: 02.08.2019
Feedback

Verordnung (EU) 2020/852 des europäischen Parlaments und des Rates vom 18. Juni 2020 über die Einrichtung eines Rahmens zur Erleichterung nachhaltiger Investitionen und zur Änderung der Verordnung (EU) 2019/2088

Neu in Regupedia: 22.06.2020

Die vorliegende Verordnung enthält die Kriterien zur Bestimmung, ob eine Wirtschaftstätigkeit als ökologisch nachhaltig einzustufen ist, um damit den Grad der ökologischen Nachhaltigkeit einer Investition ermitteln zu können und ändert die VO (EU) 2019/2088. 

Hintergrund:

Die VO (EU) 2019/2088 legt fest, welche Art von Informationen Finanzmarktteilnehmer und Finanzberater in Bezug auf ESG-Kriterien für Anleger offen legen müssen. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Informationen: 

  • zu Strategien für den Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken
  • über nachteilige Nachhaltigkeitsauswirkungen auf Ebene des Unternehmens
  • zur Vergütungspolitik im Zusammenhang mit der Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsrisiken
  • über die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsrisiken
  • zu nachteiligen Nachhaltigkeitsauswirkungen auf Ebene des Finanzprodukts
  • über die Bewerbung ökologischer und sozialer Merkmale in vorvertraglichen Informationen 
  • über die Inhalte vorvertraglicher Informationen bei nachhaltigen Investments
  • zu den Inhalten bzgl. der Transparenz von ESG-Kritierien in regelmäßigen Berichten
  • zu den Inhalten von Marketingmitteilungen

Inhalt:

Mit der sog. Taxonomie-Verordnung richtet das Europäische Parlament und der Rat eine Plattform für ein nachhaltiges Finanzwesen ein. Diese Plattform dient u.a. dazu die Kommission zu unterstützen und zu beraten bzgl. Bewertungskriterien, technischer Änderungen sowie erforderlichen Entwicklung weiterer Maßnahmen zur Verbesserung der Datenverfügbarkeit und -qualität. Des Weiteren ergänzen die in der vorliegenden Verordnung festgelegten Offenlegungspflichten die nachhaltigkeitsbezogenen Offenlegungsvorschriften der Verordnung (EU) 2019/2088 des Europäischen Parlaments und des Rates. Die Verordnung (EU) 2019/2088 sollte weiter geändert werden, um die Europäischen Aufsichtsbehörden zu bevollmächtigen, über den Gemeinsamen Ausschuss Entwürfe technischer Regulierungsstandards zur Ergänzung auszuarbeiten, um die Vorschriften über die Transparenz zur Förderung ökologischer Merkmale sowie ökologisch nachhaltiger Investitionen in vorvertraglichen Offenlegungen und regelmäßigen Berichten zu ergänzen.

Urheberschaft: Europäischer Rat / Parlament
Land: Europa
Kategorie: Verordnung EU
Status: in Kraft
Rubrik
Kapitalmarktregulierung
Bankenregulierung
Versicherungsregulierung
Adressaten
Asset Manager
Symbolische Darstellung der Relevanz als gelbe Ampel
Für die betroffenen Unternehmen besteht infolge dieser Verordnung zunächst kein zwingender Handlungsbedarf, da zur Konkretisierung der Vorgaben erst die europäischen Aufsichtsbehörden und der europäische Gesetzgeber tätig werden müssen. Allerdings muss die Kommission bereits bis zum 31. Dezember 2020 Delegierte Rechtsakte, z. B. in Bezug auf Klimaschutz und -wandel, erlassen. Diese sollen ab dem 1. Januar 2022 angewandt werden, sodass den Unternehmen ein Jahr zur Umsetzung bleibt. Darüber hinaus sind auch die Änderungen an der Offenlegungs-VO zu beachten, welche durch Delegierte Rechtsakte der Kommission - ebenfalls bis zum 31. Dezember 2020 - näher spezifiziert werden. Der Aufwand zur Deklaration nachhaltiger Finanzprodukte wird in jedem Fall steigen.
Versicherungen
Symbolische Darstellung der Relevanz als gelbe Ampel
Für die betroffenen Unternehmen besteht infolge dieser Verordnung zunächst kein zwingender Handlungsbedarf, da zur Konkretisierung der Vorgaben erst die europäischen Aufsichtsbehörden und der europäische Gesetzgeber tätig werden müssen. Allerdings muss die Kommission bereits bis zum 31. Dezember 2020 Delegierte Rechtsakte, z. B. in Bezug auf Klimaschutz und -wandel, erlassen. Diese sollen ab dem 1. Januar 2022 angewandt werden, sodass den Unternehmen ein Jahr zur Umsetzung bleibt. Darüber hinaus sind auch die Änderungen an der Offenlegungs-VO zu beachten, welche durch Delegierte Rechtsakte der Kommission - ebenfalls bis zum 31. Dezember 2020 - näher spezifiziert werden. Der Aufwand zur Deklaration nachhaltiger Finanzprodukte wird in jedem Fall steigen.
Aufsichtsbehörden
Banken
Symbolische Darstellung der Relevanz als gelbe Ampel
Für die betroffenen Unternehmen besteht infolge dieser Verordnung zunächst kein zwingender Handlungsbedarf, da zur Konkretisierung der Vorgaben erst die europäischen Aufsichtsbehörden und der europäische Gesetzgeber tätig werden müssen. Allerdings muss die Kommission bereits bis zum 31. Dezember 2020 Delegierte Rechtsakte, z. B. in Bezug auf Klimaschutz und -wandel, erlassen. Diese sollen ab dem 1. Januar 2022 angewandt werden, sodass den Unternehmen ein Jahr zur Umsetzung bleibt. Darüber hinaus sind auch die Änderungen an der Offenlegungs-VO zu beachten, welche durch Delegierte Rechtsakte der Kommission - ebenfalls bis zum 31. Dezember 2020 - näher spezifiziert werden. Der Aufwand zur Deklaration nachhaltiger Finanzprodukte wird in jedem Fall steigen.
Kapitalmarktteilnehmer
Symbolische Darstellung der Relevanz als gelbe Ampel
Für die betroffenen Unternehmen besteht infolge dieser Verordnung zunächst kein zwingender Handlungsbedarf, da zur Konkretisierung der Vorgaben erst die europäischen Aufsichtsbehörden und der europäische Gesetzgeber tätig werden müssen. Allerdings muss die Kommission bereits bis zum 31. Dezember 2020 Delegierte Rechtsakte, z. B. in Bezug auf Klimaschutz und -wandel, erlassen. Diese sollen ab dem 1. Januar 2022 angewandt werden, sodass den Unternehmen ein Jahr zur Umsetzung bleibt. Darüber hinaus sind auch die Änderungen an der Offenlegungs-VO zu beachten, welche durch Delegierte Rechtsakte der Kommission - ebenfalls bis zum 31. Dezember 2020 - näher spezifiziert werden. Der Aufwand zur Deklaration nachhaltiger Finanzprodukte wird in jedem Fall steigen.
Verabschiedung
18.06.2020
Datum
22.06.2020
Inkrafttreten
12.07.2020
Implementierungsfrist
01.01.2022
Die Art. 4, 5, 6 und 7 sowie Art. 8 Abs. 1, 2 und 3 finden Anwendung nach Artikel 9 Buchstaben a und b vgl. Art. 27
01.01.2023
Die Art. 4, 5, 6 und 7 sowie Art. 8 Abs. 1, 2 und 3 finden Anwendung nach Artikel 9 Buchstaben c bis f vgl. Art. 27

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